Landesgartenschau Fulda 2.023 gGmbH gegründet

OB Wingenfeld: An den nachhaltig positiven Erfahrungen aus dem Jahr 1994 anknüpfen

Die Verträge sind unterschrieben, das Logo ist fertig: Die Landesgartenschau Fulda 2.023 gGmbH ist aus der Taufe gehoben! Bei einer Pressekonferenz heute Mittag im Fuldaer Stadtschloss gaben der Oberbürgermeister der Stadt Fulda, Dr. Heiko Wingenfeld, und Fuldas Stadtbaurat, Daniel Schreiner, sowie die beiden geschäftsführenden Gesellschafter, Marcus Schlag und Jürgen Werner, im Beisein von Vertretern der Fördergesellschaft Landesgartenschauen Hessen und Thüringen sowie der sogenannten grünen Verbände den offiziellen Startschuss für die zweite Auflage einer Gartenschau in Fulda. Der Fuldaer Oberbürgermeister präsentierte bei dieser Gelegenheit nicht nur offiziell das neue Logo, sondern stellte auch das Geschäftsführer-Team vor. Zudem wies er darauf hin, dass seit kurzem das LGS-Büro in der Schlossstraße 12 verortet ist.

Bereits 1994 war die Stadt Fulda Ausrichter der 1. Hessischen Landesgartenschau (LGS) gewesen. Die damals geschaffenen Grünanlagen und die dazugehörige Infrastruktur wirken bis heute positiv nach. „An diese nachhaltigen Erfahrungen wollen wir 2023 anknüpfen und dabei Urbanität und Ökologie in Einklang bringen“, betonte heute Oberbürgermeister Dr. Wingenfeld. Schon im Namensteil „2.023“ stecke übrigens der Hinweis, dass Fulda als erste Stadt Hessens zum zweiten Mal eine Landesgartenschau durchführt, also gewissermaßen eine Gartenschau „2.0“. Noch heute erlebbare Bestandteile der damaligen Gartenschau sind unter anderem das Umweltzentrum, der sanierte Schlosspark, der Domdechanei-Garten, das Baugebiet an der Tränke und die sanierte Fulda-Aue mit ihren umfangreichen Freizeitmöglichkeiten. „Fulda hat 1994 ein tolles Erlebnis gehabt, und die Stadt erfuhr einen immensen Aufschwung, der auch heute noch nachwirkt. Die Stadt und ihre Bürger gehen daher mit einer sehr positiven Grundstimmung in die Vorbereitungen der nun 7. Hessischen Landesgartenschau“, ergänzte heute Geschäftsführer Jürgen Werner.

Oberbürgermeister und Stadtbaurat erinnerten auch noch einmal an die Bewerbungsphase zur Landesgartenschau: Nach einem Magistratsbeschluss zur Bewerbung im Jahr 2014 folgte 2015 eine Machbarkeitsstudie durch das Büro Arcgrün (Kitzingen / Bayern) und anschließend die Bewerbung – damals noch für eine Landesgartenschau im Jahr 2022. Mitbewerber war damals die Stadt Darmstadt. 2017 verkündete das Land Hessen: 2022 soll Darmstadt die Landesgartenschau ausrichten, 2026 Fulda. Allerdings verzichtete Darmstadt später auf die Ausrichtung 2022, und Fulda sprang in Absprache mit dem Hessischen Umweltministerium kurzfristig für 2023 ein. Den im Januar 2018 ausgelobten Wettbewerb für die LGS-Konzeption gewann das Büro A24 Landschaft, Berlin.

Zu den für 2023 als Gartenschaugelände vorgesehenen Flächen gehört der Bereich um die Aueweiher, die Fläche vom ehemaligen Licht- und Luftbad bis zum Badegarten. Ebenso dazu gehören wird der neue Park „Überm Engelshaus“ und die Verbindung, am künftig erweiterten Tierpark vorbei, zum Stadtteil „Galerie“. Hier werden neue Parks entstehen und die Grenzen zwischen Landwirtschaft und Stadt und zwischen Industriekante und Natur neu definiert. „Wir wollen nicht nur bunte Dekorationen und Installationen für ein halbes Jahr Landesgartenschau, sondern eine intensive Stadtentwicklung. Diese wird das Bild in diesen Stadtbereichen in den nächsten drei Jahren stark verändern“, erläuterte Geschäftsführer Werner. Mit neuen Grünstrukturen, Parkanlagen, Blumen und Begrünungen werde die Lebensqualität in der Stadt sich weiter verbessern.

Sinnbildlich für die Konzeption der Landesgartenschau steht auch das Logo, das von der Fuldaer Agentur S/Company entwickelt wurde. Agentur-Geschäftsführer Steffen Harnack erläuterte die Entstehungsgeschichte und die Intention hinter der LGS-Marke, die in freundlichen Gelb- Hellblau- und Grüntönen gehalten ist. Für die Fördergesellschaft Landesgartenschauen Hessen und Thüringen erläuterte Geschäftsführerin Heike Troue die Hintergründe und Entwicklungen. Als Vertreter der „grünen Verbände“, die hinter der Fördergesellschaft stehen, waren Jens Heger, Präsident Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen Thüringen, Ralf Habermann, Bund Deutscher Landschaftsarchitekten Landesverband Hessen und Berthold Klumpen, Vizepräsident Gartenbauverband Baden-Württemberg und Hessen. +++ pm/ja

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