Mit einem klaren inhaltlichen Kompass geht die FDP Fulda in Richtung Kommunalwahl 2026. Unter den Leitmotiven „Starke Wirtschaft. Moderne Mobilität. Beste Bildung.“ formulieren die Liberalen ihre Vorstellungen für eine zukunftsfähige Stadtpolitik – wirtschaftsnah, innovationsorientiert und mit dem Anspruch, Fulda lebenswerter zu machen.
Im Zentrum steht die lokale Wirtschaft. Fulda sei geprägt von mittelständischen Unternehmen, häufig familiengeführt, die als Rückgrat für Arbeitsplätze und Innovationen vor Ort gelten. Genau diese Betriebe will die FDP gezielt unterstützen. Voraussetzung dafür seien verlässliche und attraktive Rahmenbedingungen, die durch eine solide kommunale Finanzpolitik geschaffen werden müssten. Dazu zählen für die Liberalen nicht nur Planungssicherheit und eine leistungsfähige Infrastruktur, sondern auch kurze Wege in der Verwaltung, eine wirtschaftsfreundliche Kommunalpolitik sowie eine gute Gesundheitsversorgung durch Hausärzte und Medizinische Versorgungszentren.
Auch beim Thema Mobilität setzt die FDP Fulda auf einen ganzheitlichen Ansatz. Mobilität bedeute Freiheit, heißt es im Programm. Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer und der öffentliche Nahverkehr sollen gleichberechtigt nebeneinander existieren – orientiert an realen Bedürfnissen, effizient, sicher und modern. Neue Verkehrsmittel wie E-Scooter sollen dabei ebenfalls ihren Platz im innerstädtischen Raum finden.
Besonders ambitioniert sind die Pläne für den öffentlichen Nahverkehr. Mit einem Modellversuch für selbstfahrende Fahrzeuge möchte die FDP Fulda zur Innovationsstadt machen. Autonome Systeme und On-Demand-Angebote sollen helfen, Taktung, Kosten und Verlässlichkeit des ÖPNV deutlich zu verbessern. Ein zentraler Baustein ist zudem die Verlegung des Busbahnhofs an den Bahnhof. Dort soll ein zentraler Mobilitätsplatz entstehen, der Bus, Bahn, Fahrrad, On-Demand-Angebote und Parkmöglichkeiten miteinander vernetzt.
Auch der Radverkehr wird konkret adressiert. In der Künzeller Straße soll er durch eine Verbindung über den Zentralfriedhof gesichert werden, zudem sollen die Zugänge durch die Tore fahrradfreundlicher gestaltet werden.
Ein weiteres zentrales Feld ist die Bildungspolitik. Fulda soll eine Stadt sein, die Bildung, Wissen, Innovation und Wohlstand langfristig sichert. Die FDP bekennt sich klar zur Schulvielfalt und zur freien Schulwahl. Diese soll auch für Gymnasien gelten und wohnortnah möglich sein – unabhängig von der Trägerschaft durch Stadt oder Landkreis. Dem Arbeits- und Fachkräftemangel wollen die Liberalen durch eine Stärkung der Hauptschule begegnen, um diese Schulform attraktiver zu machen.
Im Programm werden zahlreiche konkrete Punkte benannt, die aus Sicht der FDP zählen: stabile Grund- und Gewerbesteuern, Vertrauen für und in Unternehmen, Haus- und Facharzt-MVZ, eine Reform der Sondernutzungsgebühren, die Verlegung des Busbahnhofs an den Bahnhof, freie Schulwahl in Stadt und Kreis, ein neuer Fachbereich an der Hochschule, Medienkompetenz für Lehrende und Lernende, saubere Schultoiletten, kostenloser Schülerverkehr für alle, bessere Suchtprävention sowie eine Stärkung der Schülervertretung.
Auch die Innenstadt steht im Fokus der Liberalen. Plätze wie der Universitätsplatz, der Bonifatiusplatz und der Heertorplatz sollen neu gedacht werden – grüner, lebendiger und multifunktional. Der Bonifatiusplatz soll gezielt für Gastronomie und Veranstaltungen geöffnet und weiterentwickelt werden, ohne dabei bestehende Verkehrsbeziehungen zu zerstören. Der Heertorplatz soll nach der Verlegung des Busbahnhofs zu einem Platz mit Aufenthalts- und Veranstaltungsflächen werden. Ziel sei es, urbane Räume zu schaffen, die Lebensqualität, wirtschaftliche Nutzung und städtebauliche Verantwortung miteinander verbinden.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Sauberkeit im Stadtbild. Sie wird als zentraler Standortfaktor verstanden, der Aufenthaltsqualität schafft und Sicherheit vermittelt. Die FDP Fulda fordert hierfür eine leicht zugängliche Meldeplattform, eine schlagkräftige Stadtreinigungs-Taskforce, konsequente Kontrollen sowie Aufklärungskampagnen.
Abschließend listet das Programm weitere Punkte auf, die aus liberaler Sicht für Fulda entscheidend sind: eine lebendige, saubere und begrünte Innenstadt, mehr Aufenthaltsqualität auf Plätzen und in Quartieren, bezahlbarer Wohnraum und neue Wohnformen, eine bessere hausärztliche und medizinische Versorgung, der „osthessische Kultursommer“ als Dachmarke, eine stärkere Förderung und Würdigung des Ehrenamts, mehr Selbstbestimmung im Bestattungswesen, ein erweitertes Angebot für Ferienbetreuung, die Stärkung von Jugendtreffs, die Digitalisierung der Zugangssysteme für Sporthallen, eine funktionierende Eislauffläche für Fulda sowie selbstbestimmtes Leben im Alter – etwa durch Tiny-Care-Häuser.
Mit diesem Kurzwahlprogramm positioniert sich die FDP Fulda als gestaltende Kraft, die wirtschaftliche Vernunft, technologische Offenheit und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbinden will. +++

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