Berlin. Da rollt was auf Politiker, Wähler und auch auf die Medien im nächsten Jahr zu. Der Fall Künast zeigt stellvertretend einmal mehr, dass die Schattenseiten des digitalen Zeitalters jeden zu jeder Zeit treffen können. Alles kann im Netz behauptet werden, jeder kann Opfer von Pöbelei oder Verleumdung werden. Und das nach wie vor noch weitgehend unbehelligt und ungestraft. Daumen runter für Facebook & Co. Deshalb ist es wichtig, dass mit Künast endlich jemand den Kampf gegen die „Fake News“ und gegen die Verunglimpfungen führt.
Das schafft Bewusstsein für die üblen persönlichen und gesellschaftlichen Folgen dessen, was aus dieser anderen Welt¸überschwappt. Bislang hat die Politik vor dem Phänomen meist nur wie das Kaninchen vor der Schlange gesessen. Nicht zuckend, nicht aufmuckend, auf die Selbstkontrolle der sozialen Netzwerke und auf runde Tische vertrauend. Schluss damit. Denn gebracht hat das wenig, der Hass wird weiter kübelweise im Netz ausgeschüttet und nur selten gelöscht. Die Politik muss endlich mutig den Konflikt mit den Weltkonzernen führen, sie darf sich nicht länger mit billigen Versprechungen abspeisen lassen. Da liegt Künast völlig richtig. Und jeder Hetzer, der hierüber hinaus entlarvt und bestraft wird, schreckt andere hoffentlich ab. Je näher das Bundestagswahljahr rückt, und je mehr Details auch über den digitalen Schmutz-Wahlkampf in den USA bekannt werden, desto nervöser wird man in Deutschland.
Zu Recht. Denn unter dem Strich kann die Meinungsmache im Netz durch Falschnachrichten, durch „Social Bots“, also computererstellte Nutzerprofile bei Facebook oder Twitter, wahlentscheidend sein. Das wird eine Herausforderung werden für die Parteien im Wahlkampf. Aber nicht nur für die – auch für jeden Bürger. Denn immer noch gilt: Demokratie gibt es nicht frei Haus, nicht ohne Engagement und Einsatz. Sie verlangt jedem mündigen Bürger etwas ab. Wer sich also nur noch auf Facebook und bei seinesgleichen informiert, wer sich nur von Vorlieben oder Abneigungen leiten lässt, die einem die sozialen Netzwerke präsentieren, ohne dass sie erklären, wie die Informationen entstanden sind und wie sie ausgewählt wurden, der wird den Blick auf andere Realitäten verlieren. Er sieht nur noch das, was die eigene Meinung bestätigt. Dessen muss sich jeder viel bewusster werden. Das Wahljahr wird anstrengend, für Wähler und für die zu Wählenden, wenn man nicht will, dass die Demokratie womöglich Stück für Stück den Demokratiefeinden anheimfällt. Darin liegt übrigens auch eine Chance für die so genannten „klassischen Medien“. Informationen sorgsam filtern, Ereignisse und Gesagtes überprüfen und einordnen – da sind Journalisten deutlich im Vorteil gegenüber den Facebook-Algorithmen. Auch online, so die Lausitzer Rundschau. +++

Fake News sind doch seit Jahren gang und gäbe in den Mainstream-Medien
Ebenso gehört es zum Allgemeinwissen, dass Politiker fast permanent lügen, sobald sie den Mund aufmachen, vor allem dann, wenn sie in der Regierung sitzen.
Auf der Oppostionsbank kann man unter Umständen ab und zu was wahres vernehmen, hat ja ansonsten keine Auswirkungen auf die Regierungspolitik…….
Wie die Mainstream-Medien täglich lügen und die Realität derart verbiegen, dass man schon schwer an der Einstein’schen Relativitätstheorie zweifelt, kann man tagtäglich in unseren allseits bekannten Online-Medien und bei den ÖR im TV miterleben.
Nun geht die verschärfte Panik um, weil man gecheckt hat, dass die alleinige Wahrheit und Deutungshoheit langsam aber sicher flöten geht und die Hofschranzen der Berliner Washington-Zäpfchen nicht mehr ungestört ihre Lügenmärchen unters Volk bringen können. Auch bei den Deutschen sind nun mal die „neuen Medien“, die für Merkel bis vor ein paar Monaten noch „völliges Neuland“ waren, angekommen.
Mittlerweile ist es halt selbst für einen medientechnisch unversierten ganz einfach, den Realitätsabgleich im Internet zwischen vorgegaukeltem Paralleluniversum aus SpON, stern, FAZ, SZ, tagesschau, heute und co. (die ihre Texte aus Washington diktiert bekommen) und der Welt da draußen außerhalb Deutschlands durchzuführen. Einfach mal österreichische, schweizerische, englische oder andere Medien, deren Sprache man beherrscht zu Rate ziehen und schon fällt die Erkenntnis wie Schuppen von den Haaren, welch einseitig armseligen geistigen Müll man in Deutschland in den MM vorgesetzt bekommt.
Dass hierfür die einzige Lösung nicht lautet: JA DANN BERICHTET HALT ENDLICH OBJEKTIV UND INFORMATIV, STATT EMOTIONALEM POSTFAKTISCHEM DÜNNSCHISS! – sondern dass man überlegt, alles unbequeme einfach zu verbieten, erinnert doch stark an alte Zeiten in der DDR oder jetzt noch in Nord-Korea.