K+S verwahrt Schacht Springen 1: Historische Bergbauanlage in Merkers-Springen dauerhaft abgesichert

Historische Ansicht der übertägigen Anlagen am Schacht Springen 1. Bildquelle: K+S

K+S hat den Schacht Springen 1 im thüringischen Grubenfeld Merkers-Springen laut Mitteilung sicher verschlossen. Mit hochmoderner Bergbautechnik und einem innovativen Bentonit-Dichtungssystem sei der mehr als 100 Jahre alte Schacht dauerhaft und langzeitsicher verwahrt worden.

Der zwischen 1908 und 1909 abgeteufte Schacht Springen 1 sei für das Grubenfeld Merkers-Springen zuletzt nicht mehr betriebsnotwendig gewesen. Nach umfangreichen Planungs- und Bauarbeiten habe man die Verwahrung nun planmäßig abschließen können. Gerd Kübler, Werkleiter des Verbundwerks Werra, sagt dazu: „Mit der erfolgreichen Verwahrung von Springen 1 haben wir eine historische Bergbauanlage dauerhaft und verantwortungsvoll abgesichert. Tagesoberfläche und Grube sind hier nun voneinander getrennt, so dass zum Beispiel sichergestellt ist, dass kein Wasser in die Grube eindringen kann.“

Mit einer Endteufe von rund 394 Metern und einem Durchmesser von 5,5 Metern gehörte der Schacht laut Mitteilung zu den historischen Anlagen des ehemaligen Kaliwerks Merkers. Ursprünglich sei er als Förder-, Material- und Seilfahrtschacht genutzt worden. Nach der Stilllegung der Anlage Springen 1 im Jahr 1997 wurden die übertägigen Anlagen und die Schachteinbauten zurückgebaut.

Bewährtes Konzept: Schachtverschluss mit Tonmineral Bentonit

Für die Verwahrung kam ein Konzept zum Einsatz, mit dem K+S auch schon Schächte des niedersächsischen Kalibergwerks Salzdetfurth verschlossen hat. Herzstück ist eine spezielle Bentonitdichtung, die das Grubengebäude dauerhaft von den Grundwasserleitern und der Biosphäre trennt.

Bei den Arbeiten wurde der Schachtsumpf geräumt, Hartgesteinsschotter als Widerlager eingebaut sowie ein 21 Meter langer Dichtungsbereich hergestellt. Um die Schachtwand dafür vorzubereiten, wurde eine eigens entwickelte und rund 40 Tonnen schwere Schachtfräse eingesetzt. Abschließend wurde der Schacht mit weiteren Verfüllmaterialien und Ton verschlossen sowie mit einem Betondeckel gesichert. Das Gelände, welches für die Arbeiten fungierte, soll nun renaturiert werden. Die Schachtparzelle soll jedoch für Kontrollzwecke erhalten bleiben. +++


Popup-Fenster

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*