K+S reduziert Erwartungen leicht

Kassel. Die K+S Gruppe hat in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Umsatz und operatives Ergebnis stiegen deutlich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Die Ertragsstärke unseres Geschäftsbereichs Salz hat wesentlich zu dieser positiven Entwicklung beigetragen, auch unser Kaligeschäft zeigt sich robust. Daher erwarten wir weiterhin einen deutlichen Anstieg des operativen Ergebnisses im Jahr 2015“, sagt Norbert Steiner, Vorstandsvorsitzender der K+S Aktiengesellschaft.

In den ersten neun Monaten 2015 hat die K+S Gruppe den Umsatz um knapp 14 % auf 3,2 Milliarden Euro gesteigert. Beide Geschäftsbereiche profitierten vor allem von höheren Durchschnittspreisen und einem stärkeren US-Dollar zum Euro. Der Umsatz des dritten Quartals übertraf mit 891 Millionen Euro den Vorjahreswert um rund 8 %. Auch im dritten Quartal hat K+S die erheblichen Anstrengungen fortgesetzt, die Kosten- und Organisationsstruktur der gesamten Gruppe effizienter zu gestalten. Die in diesem Zeitraum erwarteten Einsparungen sind vollständig erzielt worden. Das operative Ergebnis EBIT I der K+S Gruppe erreichte in den ersten neun Monaten 2015 einen Wert von 628 Millionen Euro und konnte somit den Vorjahreswert um rund 23 % übertreffen. Der Ergebnisanstieg ist in erster Linie auf gestiegene Preise im Geschäftsbereich Salz in Nordamerika sowie die höheren Durchschnittspreise im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückzuführen. Daneben wirkte sich der stärkere US-Dollar zum Euro positiv aus.

Der Geschäftsbereich Salz konnte das operative Ergebnis EBIT I in den ersten neun Monaten auf 228 Millionen Euro nahezu verdoppeln. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte verbesserte sich das EBIT I in den ersten neun Monaten um knapp 4 % auf 420 Millionen Euro. Im dritten Quartal lag das EBIT I der K+S Gruppe mit 132 Millionen Euro in etwa auf Vorjahresniveau. Positive Preis- und Währungseffekte im Geschäftsbereich Salz konnten gegenläufige Effekte im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte mehr als ausgleichen. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern betrug nach den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 406 Millionen Euro und stieg damit um 36 %. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte im gleichen Zeitraum 2,12 € nach 1,56 € im Vorjahr. Im dritten Quartal belief sich das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern auf 89 Millionen Euro (Q3/14: 76 Millionen Euro); je Aktie ergibt dies einen Wert von 0,46 € nach 0,40 € im Vorjahresquartal.

In den ersten neun Monaten investierte die K+S Gruppe insgesamt 905 Millionen Euro und damit knapp 24 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Im dritten Quartal 2015 lagen die Investitionen mit 350 Millionen Euro rund 19 % über Vorjahr. Der Großteil der Investitionen erfolgte im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte. Sie entfielen im Wesentlichen auf das Legacy Projekt in Kanada sowie auf das Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz im hessisch-thüringischen Kalirevier. Beim Bau des neuen Kaliwerks in Kanada standen im dritten Quartal die Errichtung des Stahlbaus der Fabrik, die Installation von Hauptkomponenten, der Beginn des Innenausbaus einschließlich Rohrleitungsbau und erste Elektroinstallationen sowie Erdarbeiten für die Bahnanbindung im Vordergrund. Zudem wurden im Bereich des Solfelds zwei weitere sogenannte Pads für die Kavernenentwicklung in Betrieb genommen. Im Hafen Vancouver erfolgten Pfahlgründungen sowie erste Fundamentarbeiten. K+S ist weiterhin auf einem guten Weg, das Werk wie geplant ab Sommer 2016 in Betrieb zu nehmen und dabei das Investitionsbudget von 4,1 Mrd. kanadischen Dollar einzuhalten. Bisher wurden knapp 70 % des Gesamtbudgets verbaut.

K+S bestätigt die bisherige Prognose eines deutlichen Anstiegs der operativen Ergebnisse. Trotz einer geringeren Mengenverfügbarkeit im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte und der aktuellen Abschwächung im Markt für Kaliumchlorid erwartet die Gruppe ein EBITDA von 1,06 bis 1,11 Milliarden Euro (2014: 896 Millionen Euro) und ein EBIT I zwischen 780 und 830 Millionen Euro (2014: 641 Millionen Euro). Für beide Kennzahlen wurde das bisher prognostizierte obere Ende der Bandbreiten (EBITDA: 1,14 Milliarden Euro/ EBIT I: 860 Millionen Euro) aufgrund der genannten Effekte leicht angepasst. Der Umsatz der K+S Gruppe sollte im Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr ebenfalls deutlich zulegen (2014: 3,82 Milliarden Euro). Dabei werden beide Geschäftsbereiche von einem im Jahresvergleich höheren Durchschnittspreisniveau sowie positiven Wechselkurseffekten profitieren. K+S erwartet einen Umsatz zwischen 4,3 und 4,5 Milliarden Euro (bisher: 4,35 bis 4,55 Milliarden Euro).

Nach einem erfolgreichen Start setzt K+S das Programm „Fit für die Zukunft“ weiter um. Die nachhaltige Verbesserung der Kosten- und Organisationsstruktur hat das Ziel, die Produktion sowie Verwaltungs- und Vertriebsfunktionen effizienter zu gestalten. Verglichen zum Vorjahr ist für 2015 mit einem leicht höheren Beitrag zum Ergebnis zu rechnen (2014: gut 120 Millionen Euro). Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern wird der Entwicklung der operativen Ergebnisse folgen und somit ebenso deutlich höher ausfallen als im Vorjahr (2014: 367 Millionen Euro). Hier wird mit einem Ergebnis zwischen 490 und 540 Millionen Euro gerechnet.

Die ertragsorientierte Dividendenpolitik spiegelt sich grundsätzlich in einer Ausschüttungsquote von 40 bis 50 % des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern (einschließlich nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit) wider. Die Erwartung eines deutlich über dem Vorjahr liegenden Konzernergebnisses dürfte sich, vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung, in einer entsprechend höheren Dividende für das Geschäftsjahr 2015 bemerkbar machen. Das erwartete Investitionsvolumen der K+S Gruppe für das Jahr 2015 liegt bei rund 1,3 Milliarden Euro (2014: 1,2 Milliarden Euro). Davon entfällt der überwiegende Teil auf Ausgaben für das Legacy Projekt. Weiterhin ist ein erheblicher Betrag der Investitionen für die Umsetzung des Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz im hessisch-thüringischen Kalirevier vorgesehen. Trotz der derzeitigen Abschwächung im Kalimarkt sind die mittelfristigen Wachstumstrends nach wie vor intakt. Auf Basis dieser Annahme ist eine schrittweise Steigerung des EBITDA bis 2020 auf rund 1,6 Milliarden Euro (2014: 896 Millionen Euro) und ein durchschnittliches jährliches Wachstum des freien Cashflows von mindestens 10 % zu erwarten. +++ fuldainfo

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