Der frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch hat sich für Friedrich Merz als künftigen CDU-Chef ausgesprochen. Koch sagte dem "Spiegel": "Dass ich mit meinem ökonomisch geprägten Hintergrund, aber auch wegen meiner persönlichen Beziehung zu ihm eine Präferenz für Friedrich Merz habe, will ich nicht verheimlichen." Merz werde sich nach seiner langen Abwesenheit wieder an den Politikbetrieb gewöhnen müssen, räumte Koch ein. "Da wird es sicher auch mal hakeln, aber wo ist das Problem?" Er sei zuversichtlich, dass Merz und Bundeskanzlerin Angela Merkel eine vernünftige Zusammenarbeit hinbekommen könnten, so Koch. "Angela Merkel hat ein tiefes Bestreben, in die Geschichtsbücher als eine einzugehen, die einen souveränen Abgang hinbekommen hat, sodass jemand den Parteivorsitz gut übernehmen kann." Koch schloss für sich eine Rückkehr in die Politik definitiv aus.
Spahn will sich als CDU-Chef Merkel unterordnen
Sollte er CDU-Chef werden, will sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Bundeskanzlerin Angela Merkel unterordnen. Spahn sagte dem Focus, in Parteifragen habe der Parteichef das letzte Wort, "und in der Regierung gilt natürlich die Richtlinienkompetenz der Bundeskanzlerin." Dass die unterschiedlichen Rollen in Partei und Regierung Konfliktstoff in sich bergen, könne er nicht erkennen, so Spahn. "In der Regierung aktiv gestalten zu können wäre für einen Parteichef jedenfalls nicht von Nachteil." Spahn unterstrich im Focus zugleich, dass er zunächst nicht das Amt des Bundeskanzlers anstrebe, sollte ihn der Parteitag Anfang Dezember zum CDU-Vorsitzenden wählen: "Ich will mich deshalb ganz auf diese Aufgabe konzentrieren und habe nicht direkt das nächste Amt im Blick." +++

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