Kaufprämie für E-Autos stößt weiter nur auf geringe Nachfrage

Auch Elektrofahrräder in die Förderung aufnehmen

Die Kaufprämie für Elektroautos stößt in Deutschland weiter nur auf geringe Nachfrage. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor, über welche das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtet. Von den 600 Millionen Euro, die die Bundesregierung 2016 für die Förderung bereit stellte, wurden demnach bisher nur etwa ein Drittel in Anspruch genommen, 402 Millionen Euro sind noch im Topf. Ende Dezember 2020 läuft die Förderung aus. Mit einem sogenannten Umweltbonus wollte die Bundesregierung Autofahrer animieren, sich statt für einen Benziner oder Diesel für ein Elektro-, Hybrid oder Wasserstofffahrzeug zu entscheiden. Bis zu 2.000 Euro gibt es dank des Förderprogramms Elektromobilität für den Kauf eines Neuwagens. Da bis Ende 2019 erst knapp 177 Millionen abgerufen wurden, wurde die Förderung bis 2020 verlängert. Nun wird auch der Einbau akustischer Warnsignale in E-Autos gefördert. „Ziel der Bundesregierung ist es, in  großem Umfang CO2-arme Pkw auf die Straße zu bringen“, hieß es in der Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage der Grünen. Wie man dieses Ziel erreichen könne, werde gerade im Klimakabinett beraten. „Die Weiterentwicklung der Förderung der Elektromobilität ist unter anderem Gegenstand dieser noch laufenden Beratungen“, hieß es weiter. Grünen-Verkehrsexperte Stefan Gelbhaar forderte angesichts der verbleibenden Summe von rund 402 Millionen Euro, die Förderung zu öffnen. „Anstatt das Geld verfallen zu lassen, können wir es sinnvoll nutzen“, sagte der Sprecher für städtische Mobilität und Radverkehr dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Er forderte, auch Elektrofahrräder in die Förderung aufzunehmen. „Das würde noch mal einen großen Schub bringen“, sagte er. +++

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