Kaufhof und Karstadt verkünden Zusammenschluss

Karstadt

Die Warenhauskonzerne Kaufhof und Karstadt schließen sich zusammen. Die entsprechenden Verträge seien bereits unterzeichnet worden, teilten die Eigentümer beider Unternehmen am Dienstagvormittag mit. Strategisches Ziel ist es demnach, "das Einzelhandelsgeschäft zukunftsfähig zu machen". Karstadt-Eigentümer Signa erwirbt 50 Prozent am europäischen Immobilienbestand von Kaufhof-Eigentümer HBC. Der neue Einzelhandelskonzern soll europaweit über 243 Standorte verfügen und insgesamt 32.000 Mitarbeiter beschäftigen. Signa wird 50,01 Prozent der Anteile an der Holding-Gesellschaft halten und HBC 49,99 Prozent, teilten die Unternehmen weiter mit. Karstadt-Chef Stephan Fanderl soll das neu entstehende Handelsunternehmen leiten. Die zuständigen Wettbewerbsbehörden müssen dem Deal noch zustimmen. Bei Kaufhof könnten Medienberichten zufolge rund 5.000 der insgesamt knapp 20.000 Arbeitsplätze wegfallen. Was das für die beiden Häuser in Fulda - die wie in vielen anderen Städten auch nur einen Steinwurf auseinanderliegen - bedeuten würde, kann noch nicht gesagt werden.


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2 Kommentare

  1. Kaufhäuser sind ein Konzept von vorgestern, als es das Internet noch nicht gab. Wer heutzutage Zeit und Geld sparen will kauft online ein und muss dafür noch nicht mal vor die Haustür.

    Die lokalen Händler in Fulda haben immer noch nicht begriffen, was das Internet für Chancen bietet. Übersicht über alle Produkte eines Anbieters und die einfache Antwort auf die Frage: was bekomme ich wo am Billigsten! In Fulda leider immer noch Fehlanzeige.

    Wer schon mal versucht hat, ohne Auto Elektroartikel zu kaufen wie Glühbirnen oder Steckdosen wird sich über die viele Zeit freuen, die er beim Hin- und Herfahren mit dem Bus verschwendet. Ganze 2-3 Stunden ist man da mitunter unterwegs!

    Wer heutzutage beruflich eingespannt ist und Familie mit Kindern hat, der hat einfach keine Zeit mehr, in der Innenstadt herumzuirren um die benötigten Waren zu kaufen, wobei man auch bei K und K nicht mehr alles bekommt.

    Und wenn man es genau nimmt, waren Karstadt und Kerber (Kaufhof) früher genau das, was das Internet heutzutage ist: ein Mittler zwischen den Anbietern und den Käufern von Waren. Also wozu brauchen wir heute dann noch diese beiden Monstergrufties?

    Die Stadt Fulda sollte sich frühzeitig neue sinnvolle Konzepte für die Standorte dieser beiden Kaufhäuser überlegen bevor der eine oder andere Laden dicht gemacht wird. Doch ob es im Rathaus so viel Weitsicht und Intelligenz gibt weiß ich nicht.

  2. Das ganze ist ein reiner Immobilien-Deal, denn mit Kaufhäusern wird auf Dauer kein Geld zu verdienen sein. Es geht nicht nur um ca. 5000 Stellen, die wegfallen, sondern vor allem auch um Gehaltskürzungen von bis zu 30 Prozent. Da kommt Freude auf und die Leute werden bei den nächsten Wahlen bestimmt wieder die gleichen Parteien wählen, wie bisher, oder? - Übrigens kann ich das Gejammere bezüglich der Onlinehändler nicht mehr hören. Man vergleiche nur mal das Angebot von Kaufhof in Fulda mit dem von Kerber seinerzeit. Dann wird schnell klar, warum man ins Internet flüchten muss. In Fulda gibt es kaum noch Auswahl und auf Nachfrage hört man in vielen Geschäften, man habe nur Kleinstadt-Sortiment, weil die genehmigte Verkaufsfläche nichts anderes zulässt. Kleinstadt-Niveau ist der richtige Ausdruck für die Situation in Fulda. Entweder man kauft auswärts ein oder geht ins Internet.

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