Berlin. Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) hat Gewerkschaften und Arbeitgeber aufgefordert, Hindernisse für die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen zu beseitigen: Die Tarifpartner müssten „die Tarifverträge einmal genau prüfen, ob darin nicht eine ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern für die gleiche Arbeit angelegt ist“, sagte Kauder der „Berliner Zeitung“.
Der Unions-Fraktionschef zeigte sich gleichzeitig offen für eine gesetzliche Regelung, die von der SPD angestrebt, von Teilen der Union aber bekämpft wird: „Die gleiche Bezahlung ist ein richtiges Anliegen. Ich habe es schon in der letzten Wahlperiode bedauert, dass wir da nicht vorangekommen sind. Das ist doch mindestens so wichtig wie die Frauenquote, weil viel mehr Frauen betroffen sind“, sagte Kauder. Klar sei aber, dass wir dabei wie auch beim Mindestlohn darauf achten werden, dass die Wirtschaft nicht mit überflüssiger Bürokratie belastet werde. An diesem Freitag ist Equal-Pay-Day, an dem weltweit an die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen erinnert wird.
Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) im Kreis Fulda fordert eine bessere Bezahlung von sozialen Berufen. Anlass ist der Aktionstag „Equal Pay Day“ am Freitag (20. März). „Frauen verdienen im Schnitt ein Fünftel weniger als Männer – auch, weil sie oft in Erziehungs- und Gesundheitsberufen arbeiten. Und Krankenschwestern, Pflegerinnen und Erzieherinnen erhalten vergleichsweise geringe Löhne“, erläutert der CDA-Kreisvorsitzende Hubert Schulte heute in Fulda. Er plädiert für eine Neubewertung dieser Berufe: „Diese Frauen leisten wichtige und wertvolle Arbeit. Doch Arbeit am Menschen wird häufig viel schlechter entlohnt als Arbeit an Maschinen. Das muss sich endlich ändern und ist insbesondere auch bei den aktuellen Tarifverhandlungen zu berücksichtigen.“
Der „Equal Pay Day“ ist ein weltweiter Aktionstag für gleiche Lohnchancen von Frauen und Männern. In Deutschland verdienen Frauen durchschnittlich 22 Prozent weniger als Männer – das zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts. Diese Lohnlücke entsteht unter anderem, weil Frauen überproportional häufig relativ schlecht bezahlte Berufe ergreifen, vor allem im Gesundheitswesen und im Erziehungsbereich. +++ fuldainfo

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