Kantar/Emnid: Union startet mit leichtem Plus

Wahltrend

Die Union hat in der Woche ihres wichtigen Parteitages leicht in der Wählergunst zugelegt. Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Kantar/Emnid für die "Bild am Sonntag" erhebt, kommen CDU und CSU in dieser Woche auf 36 Prozent, das ist ein Prozentpunkt mehr als im letzten Sonntagstrend vor drei Wochen. Auch die FDP gewinnt einen Punkt hinzu und kommt in dieser Woche auf sieben Prozent. Die SPD startet mit einer Zustimmung von 15 Prozent (-2) ins neue Jahr, die Grünen verlieren einen Punkt und kommen auf 18 Prozent. Unverändert sind die Werte der AfD (zehn Prozent) und der Linkspartei (acht Prozent). Die sonstigen Parteien würden sechs Prozent wählen (+1). Für die Erhebung befragte das Meinungsforschungsinstitut Kantar/Emnid insgesamt 2.398 Menschen vom 5. bis zum 13. Januar. Frage: "Welche Partei würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahlen wären?"

Laschet: Landtagswahlen im März entscheiden Kanzlerkandidatur nicht

Der neu gewählte CDU-Vorsitzende Armin Laschet sieht bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz noch keine Vorentscheidung darüber, wer Kanzlerkandidat der Union für die Bundestagswahl wird. "Jeder weiß, dass diese Landtagswahlen unter ganz besonderen Umständen stattfinden. Wir tun jetzt alles, um den Kollegen da zu helfen, aber deren Strategie, deren Wahlkampf - das steht ja alles", sagte er der "Bild". Über den Vorschlag des Wahlverlierers Friedrich Merz, Wirtschaftsminister zu werden, sagte Laschet der Zeitung: "Er kann mir ja nichts anbieten sondern wir haben erst einmal einen Parteitag. Ich hätte mir gewünscht, dass er ins Präsidium geht." Er habe Merz gebeten: "Mach mit, geh ins Präsidium." Dass Merz das ablehne, respektiere er. "Das ist sein gutes Recht", sagte der Ministerpräsident. "Ich schätze ihn und alle Menschen, die ihn gewählt haben. Und die brauchen alle ein Angebot in der CDU." Laschet sagte außerdem, er habe gewusst, dass sein Team-Partner, Gesundheitsminister Jens Spahn, sich beim Parteitag zu Wort melden wolle. Spahn hatte im Merz-Lager Empörung ausgelöst, weil er keine Frage gestellt hatte, sondern offen zur Wahl Laschets aufgerufen hatte. Laschet sagte dazu, er verstehe die Aufregung nicht. "Er ist im Team, und der Punkt heißt Aussprache und nicht Fragerunde." Und weiter: "Es hätten auch Leute für Merz sprechen können oder für Norbert Röttgen." Jetzt sei es so gewesen und in Ordnung. +++


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