Mit der Eröffnung der 13. International Winter University (IWU) hat die Hochschule Fulda am Montag 21 internationale Studierende aus Australien, Afrika und Europa auf dem Campus begrüßt. Das dreiwöchige Programm verbindet akademische Lehre mit interkulturellem Austausch und bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, zentrale gesellschaftliche, kulturelle und sprachliche Themen aus internationaler Perspektive kennenzulernen. Zudem sollen sie mit Fulda und der Region vertraut gemacht werden und einen Einblick in das deutsche Hochschulsystem erhalten.
Die Teilnehmenden stammen aus sieben Ländern und unterschiedlichen akademischen Fachrichtungen. Für viele ist es der erste Aufenthalt in Europa oder in Deutschland. Stark vertreten sind in diesem Jahr Studierende aus Queensland in Australien, der Partnerregion des Landes Hessen. Auf Initiative und mit Unterstützung eines ehemaligen Teilnehmers aus Südafrika, Percy Koji, konnte vier Studierenden der südafrikanischen University of Mpumalanga die Teilnahme ermöglicht werden. Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar begrüßte zudem drei Studierende der Partneruniversität Sumy State University in der Ukraine, die es trotz der anhaltenden russischen Angriffe nach Fulda geschafft haben.
In seiner Ansprache verwies Khakzar vor dem Hintergrund der schwierigen geopolitischen Lage sowie der Vielzahl an Konflikten und Kriegen auf die Bedeutung von Begegnungen zwischen jungen Menschen aus aller Welt. In den gemeinsamen drei Wochen lernten sich die Teilnehmenden kennen, tauschten sich aus und erfuhren viel übereinander, sagte Khakzar. Dabei entstünden Freundschaften, die teilweise lange anhielten. Nach seinen Worten leiste die International Winter University damit neben der akademischen Bildung auch einen Beitrag zur Völkerverständigung und zu einem friedlicheren Miteinander.
Ziel der International Winter University ist es, interkulturelle Kompetenzen zu stärken, fachliches Wissen zu vertiefen und den internationalen Austausch zu fördern. Das Programm wird durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur gefördert. Darüber hinaus unterstützen die Stadt Fulda, der Landkreis Fulda sowie mehrere Fördervereine die IWU mit Stipendien.
Das akademische Programm umfasst Lehrveranstaltungen zu Themen wie Intercultural Competence, Business sowie German Culture and Society. Zusätzlich nehmen die Studierenden an Deutschsprachkursen auf verschiedenen Niveaustufen teil, in denen sie ihre Sprachkenntnisse erweitern und praktisch anwenden. Auch das Team der Lehrenden ist international zusammengesetzt. Einige Dozentinnen und Dozenten kommen seit vielen Jahren für die Dauer der International Winter University aus Partneruniversitäten in den USA nach Fulda.
Ergänzt wird das Studienangebot durch ein umfangreiches Exkursions- und Rahmenprogramm. Geplant sind unter anderem Exkursionen nach Berlin, Weimar, Eisenach und Würzburg, bei denen die Teilnehmenden historische, politische und kulturelle Lernorte besuchen. Die Ausflüge sollen es ihnen ermöglichen, theoretische Inhalte aus den Seminaren mit konkreten Eindrücken vor Ort zu verbinden. Gemeinsame Freizeitaktivitäten und verschiedene Begegnungsformate fördern zudem den interkulturellen Austausch außerhalb des Seminarraums. Während der gesamten Programmdauer werden die Teilnehmenden durch ein Buddy-Programm begleitet, das den interkulturellen Dialog zwischen den Studierenden unterstützt. +++

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