Im Melchiorsgrund finden Natur und modernste Technik zusammen

Glasfaser-Erschließung der Gewerbegebiete geht zügig voran

Idylle pur und neueste Technik im Melchiorsgrund: Landrat Manfred Görig (Mitte) gibt im Beisein von Bigo-Geschäftsführer Raphael Kupfermann, Heimleiter Reinhard Kaul-Seeger, Malgorzata Schiller, Geschäftsführung, und Schwalmtals Bürgermeister Timo Georg (von links) den Startschuss für schnelles Internet im Kulturtherapeutischen Dorf. Foto: Sabine Galle-Schäfer

Idylle pur umgibt das Kulturtherapeutische Dorf Melchiorsgrund, eingebettet zwischen sanften Hügeln in der Nähe von Hopfgarten. In dieser nahezu unberührten Natur muss auf modernste Technik indes nicht verzichtet werden: Melchiorsgrund nämlich ist ans schnelle Internet angeschlossen, verfügt über einen begehrten Glasfaser-Hausanschluss – und der „ist das Tor zur Welt“, wie Landrat Manfred Görig bei seinem Besuch in der Einrichtung betont. „Gerade unsere Unternehmen, die mit Kunden und Geschäftspartnern auf der ganzen Welt kommunizieren, benötigen hohe Bandbreiten, deshalb steht für uns die Erschließung unserer Gewerbegebiete im Fokus.“ „Innerhalb von zwei Jahren schaffen wir eine gute Basis. Durch unseren geförderten Glasfaserausbau können wir rund 250 Gewebebetriebe direkt an das schnelle Internet anschließend. Überall dort, wo wir zukünftig Entwicklung haben wollen, muss der Anschluss liegen“, so die klare Aussage des Landrates.

Insgesamt ist der Ausbau der Gewerbegebiete in sechs sogenannte Cluster eingeteilt, in den sechs Ausschreibungsverfahren hat sich die Telekom als wirtschaftlichster Anbieter durchgesetzt. Der Ausbau der Telekom „geht richtig schnell voran“, bis Ende des Jahres wird gut die Hälfte der gemeldeten Unternehmen angeschlossen sein, bis zum Sommer nächsten Jahres die andere Hälfte, erklärt Breitbandkoordinator Raphael Kupfermann und verweist darauf, dass Melchiorsgrund aufgrund seiner vielfältigen Aktivitäten und Betätigungen als Bestandteil in eines dieser sechs Gewerbeprojekte aufgenommen wurde. Somit konnte ein Lehrrohrverband inklusive Glasfaser bis auf das Gelände verlegt werden, wo dann ein Glasfaser-Nahverteiler gesetzt wurde. Vom Verteiler aus können – je nach Bedarf – ein oder mehrere Anschlüsse geschaltet und auf dem Gelände verteilt werden. „Somit ist die Flexibilität gegeben, das Gelände zu entwickeln“, betont Kupfermann. „Diese Möglichkeit kommt uns, unseren Planungen und unserer Entwicklung wirklich entgegen“, pflichtet Heimleiter Reinhard Kaul-Seeger bei.

Apropos Entwicklung: Dank modernster Technik können im Vogelsbergkreis in Zukunft noch weit größere Bandbreiten als jetzt zur Verfügung gestellt werden. Die Telekom nämlich ist gehalten, nach dem Materialkonzept des Bundes auszubauen, sodass in nahezu alle noch unterversorgten Orte Leerrohrbündel mit enormen Glasfaserkapazitäten verlegt werden, erklärt Landrat Görig. „Konkret bedeutet das, dass auch in Zukunft Unternehmen, die wachsen oder sich neu ansiedeln, vom aktuellen Förderprojekt profitieren und bei der Telekom einen echten Glasfaseranschluss bestellen können.“ Manfred Görig stellt klar: „Gewerbetreibende, die sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht für einen FTTH-Anschluss entschieden haben, können also später noch nachrüsten.“

Hintergrund: Baubeginn für die sechs Gewerbeprojekte war im September vergangenen Jahres. Über einen Zeitraum von 36 Monaten werden rund 61 Kilometer Tiefbau vorgenommen. Dabei werden 184 Kilometer Glasfaser in fast 100 Kilometer Lehrrohre verlegt. Fast 250 Unternehmen profitieren von dem geförderten Ausbau und erhalten einen Glasfaser-Hausanschluss. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 7 Millionen Euro. Der Bund steuert rund 2,8 Millionen Euro bei, das Land aus dem ELER-Fond rund 3,5 Millionen Euro. +++ pm

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