Schlitz. Nur der Aufmerksamkeit von zwei 8-jährigen Schulfreunden hat es ein junger Igel zu verdanken, dass er unter Umständen einem frühen Hungerstod entgangen sein könnte. Am Freitag den 13. Februar, war er bereits aus dem Winterschlaf erwacht und in den warmen Sonnenstrahlen auf Nahrungssuche unterwegs, als ihn die Jungs im Gras vor einer Betonmauer entdeckten. Die schnelle Ratsuche führte schließlich dazu, dass dem Igelchen die Möglichkeit zum Überleben geboten wird.

Bei der genauen in Augenscheinnahme, wurde schnell deutlich, dass sich schon einige Zecken an dem kleinen Körper befanden, die sich voller Blut gesaugt hatten. Nach deren Entfernung und dem Erstaunen, dass das Igelchen nur noch 100 Gramm auf die Wage brachte, war noch deutlicher geworden, dass er wohl kaum genug Futter gefunden hätte um das Frühjahr zu erleben. Dass er völlig kraftlos war, das war nicht nur deutlich zu erkennen, er nahm auch überraschend schnell das gereichte feuchte Katzenfutter an, sodass für die Tierfreunde die Hoffnung bleibt, ihm das zum Überleben in der freien Natur notwendige Gewicht anzufüttern, was von ihnen in der Vergangenheit nicht selten bei jungen Igeln vor dem Winterschlaf erreicht werden konnte.

Wievielen seiner gleichaltrigen Artgenossen zurzeit nicht geholfen werden kann, weil sie nicht gefunden werden, das lässt sich nur befürchten. Normalerweise wachen die Igel, die beim Beginn des Winterschlafes mindestens 450 bis 500 Gramm Gewicht angefuttert haben, etwa Mitte April auf. Und, dass im Februar schon so viele Zecken den Tieren zusetzen, ist auch ungewöhnlich. +++ fuldainfo | hans schmidt

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