Hünfelder SV – 1:4 – HSV muss dem stärkeren FC Gießen den Sieg überlassen

Die Enttäuschung war zum Greifen nahe, der Ausgang bitter. In ihrem vorletzten Heimspiel der Hessenliga-Saison zogen die Fußballer des Hünfelder SV in der heimischen Rhönkampfbahn gegen den Tabellennachbarn FC Gießen mit 1:4 (0:3) den Kürzeren. Das Ergebnis ändert nichts an der Tatsache, dass der HSV einen nachhaltig starken Eindruck hinterlassen hat in diesem Jahr in Hessens höchster Spielklasse.

Johannes Helmke zog ein nüchternes, aber realitätsnahes Fazit. „Es hat sich wieder mal gezeigt“, sagte Hünfelds Trainer, „dass wir in dieser starken Hessenliga nur dann punkten können, wenn wir unser Top-Niveau erreichen. Alle. Das haben wir heute nicht geschafft.“ Sein Team kam von Beginn an schwer in die Zweikämpfe, das heißt, oft den berühmten Schritt zu spät – der Gast war wesentlich wacher. Schneller in den Situationen und konsequenter.

Der FC Gießen schälte sich mithin als erwartet starker und robuster Gegner heraus. Und er bot im dreifachen Torschützen Mirco Geisler einen gefährlichen und treffsicheren Entscheider heraus – der schon in der ersten Hälfte mit einem Dreierpack glänzte. Sein erstes Tor gelang ihm nach knapp einer halben Stunde, kurz vor der Halbzeitpause legte er binnen einer Minute zwei Treffer nach. „Der Doppelschlag hat und sicher das Genick gebrochen“, schob Helmke nach.

Der HSV aber kam mit Beginn des zweiten Abschnittes gut zurück. Und die eingewechselten Youngster Lindemann, Witkowski und kurz danach auch Kümmel machten einen guten Job in der vordersten Reihe. Nach Paliatkas 1:3 eine Viertelstunde vor Schluss hatte Hünfeld gar den Anschluss auf dem Fuß. Gießen aber antwortete mit Treffer Nummer vier.

Abschließend gebührt noch einmal Helmke das Wort. „Durchschnaufen“ sei jetzt angesagt – vor den beiden letzten Saisonspielen beim SC Hanau und zum Saisonabschluss in der Rhönkampfbahn gegen Waldgirmes.

Hünfelder SV: Maul – Zentgraf, Dücker, Häuser, Zöll – Kemmerzell, Uth – Vogler (54. Kümmel), Kassa (55. Lindemann), Fröhlich (46. Witkowski) – Trägler (46. Paliatka)

FC Gießen: Zabadine – Kim, Gegg (72. Wollstadt), Duran (75. Rodriguez), Geisler, Karakas, Cvrlje, Preisig (88. Gatamura), Itter, El Chaabi (83. Makridis), Njontie (87. Reichenbacher)

Schiedsrichterin: Julia Boike

Tore: 0:1, 0:2, 0:3 alle Mirco Geissler (28., 44., 45.+1), 1:3 Petr Paliatka (76.), 1:4 Elias Cvrlje (85.) +++ rl


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