Es ist ein Ort, um den sich seit Jahren Geschichten und Gerüchte ranken – eine verfallene Arzt-Villa in Bad Wildungen, unter Urbexern und Fotografen weit über Hessen hinaus bekannt. Am frühen Samstagmorgen wurde das leerstehende Gebäude in der Dr.-Born-Straße nun selbst zum Schauplatz eines Großeinsatzes: Der Dachstuhl stand beim Eintreffen der ersten Kräfte bereits in Vollbrand.
Feuerwehren aus Bad Wildungen, Odershausen und Fritzlar rückten gemeinsam mit Rettungsdienst und Polizei an. Schnell wurde klar, dass es vor allem darum ging, ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Unmittelbar neben dem Brandobjekt befinden sich unter anderem ein Hotel sowie eine denkmalgeschützte Villa. Einsatzkräfte errichteten deshalb umgehend eine sogenannte Riegelstellung und nahmen die Brandbekämpfung über die Drehleiter sowie mehrere Strahlrohre im Außenangriff auf.
Parallel dazu drangen mehrere Trupps in das stark beschädigte Gebäude vor. Neben der Brandbekämpfung galt ihre Suche möglichen Personen im Inneren. Gefunden wurde glücklicherweise niemand. Währenddessen breitete sich das Feuer weiter aus und griff auch auf den Kellerbereich über. Zunächst wurde dieser von außen bekämpft, später gingen Atemschutztrupps in das Innere vor. Nach den Löscharbeiten wurde der Keller mit Schaum geflutet.
Über Stunden hinweg arbeiteten die Einsatzkräfte an dem schwer zugänglichen Gebäude. Unterstützt wurden sie dabei auch aus der Luft: Eine Drohne überflog das Brandobjekt, dokumentierte den Einsatz und half mithilfe einer Wärmebildkamera dabei, Glutnester aufzuspüren und den Verlauf des Feuers zu überwachen.
Vor Ort verschaffte sich zudem der stellvertretende Kreisbrandinspektor Bernd Berghöfer einen Überblick über die Lage. Insgesamt waren knapp 60 Einsatzkräfte mit zwölf Fahrzeugen im Einsatz. Die Einsatzleitung lag bei Stadtbrandinspektor Alexander Paul. +++
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