Die Hochschule Fulda hat am Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft am 11. Februar 2026 einen bedeutenden Erfolg erzielt. Erstmals wurden drei Wissenschaftlerinnen auf unbefristete Professuren in MINT-Fächern berufen. Zudem konnten eine Promotionsstelle im Fachbereich Lebensmitteltechnologie sowie eine Referentinnenstelle Gender Consulting für Fachbereiche mit hochqualifizierten Frauen an der Hochschule Fulda besetzt werden. Die Förderzusage des Bundes war der Hochschule Fulda noch Ende 2025 zugegangen, sodass die genannten Stellen für einen Zeitraum von fünf Jahren finanziert werden können. Das Professorinnenprogramm 2030, das die Förderung von Frauen in der Wissenschaft unterstützt, zeigt damit an der Hochschule Fulda deutliche und nachhaltige Wirkungen.
Der Präsident der Hochschule Fulda, Prof. Dr. Karim Khakzar, unterstrich die Bedeutung der neuen Professuren. Das Bundesprogramm zur Förderung von Professorinnen sei ein zentrales Instrument für mehr Chancengerechtigkeit im Wissenschaftsbereich. Die Hochschule Fulda habe sich seit der ersten Ausschreibungsrunde vor vielen Jahren zu einer der bundesweit erfolgreichsten Hochschulen im sogenannten Professorinnenprogramm entwickelt. Dadurch habe die Hochschule die weibliche Präsenz in akademischen Führungspositionen erheblich steigern können und insgesamt ein inklusives und unterstützendes Umfeld geschaffen, in dem Frauen in der Wissenschaft wachsen und sich weiterentwickeln könnten. Für diese überzeugende Gleichstellungsarbeit wurde der Hochschule Fulda bereits zweimal das Prädikat „Gleichstellungsstarke Hochschule“ verliehen, zuletzt im Frühjahr 2025.
Die drei neu berufenen Professorinnen bringen vielfältige fachliche Expertise und neue Perspektiven in ihre jeweiligen Fachbereiche ein. Prof. Dr. Cathrin Möller übernimmt die Professur für Softwareentwicklung insbesondere Cloudtechnologien im Fachbereich Angewandte Informatik, Prof. Dr. Uta Anschütz die Professur für Biochemie und Analytik für Lebensmittel im Fachbereich Lebensmitteltechnologie und Prof. Dr. Isabell Wirth die Professur für Energietechnik und Energiespeicherung im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik. Nach Angaben von Prof. Dr. Martina Ritter, Vizepräsidentin für Forschung und Transfer der Hochschule Fulda, seien diese Berufungen ein starkes Signal für die Stärkung weiblicher Vorbilder in Wissenschaft und Forschung. Zugleich unterstreiche die Besetzung der Promotionsstelle die Unterstützung der Hochschule für Nachwuchswissenschaftlerinnen. Die im Rahmen des Professorinnenprogramms 2030 eingerichtete Promotionsstelle im Fachbereich Lebensmitteltechnologie wurde mit Leonie Hergenröder besetzt.
Darüber hinaus kommt der neu geschaffenen Referentinnenstelle Gender Consulting für Fachbereiche eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung der Gleichstellungsstrategien der Hochschule Fulda zu. Die Stelle wurde mit Dr. Jasmin Meyer besetzt und ermöglicht es, gemeinsam mit den Fachbereichen neue und passgenaue gleichstellungsfördernde Maßnahmen zu entwickeln. Ziel ist es, das Thema Geschlechtergerechtigkeit sichtbarer zu machen und dauerhaft in den Strukturen und Prozessen der Hochschule zu verankern. Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule Fulda, Birgit Hohmann, betonte, der Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft biete einen wichtigen Anlass, die Erfolge und Beiträge von Wissenschaftlerinnen an der Hochschule zu würdigen und zu feiern. Die Initiativen seien Teil eines umfassenden Engagements, um bestehende Hindernisse für Frauen in der Wissenschaft abzubauen und Chancengleichheit zu fördern.
Mit ihren Maßnahmen setzt die Hochschule Fulda ein klares Zeichen im Sinne des Professorinnenprogramms 2030 und bekräftigt ihr Engagement für eine geschlechtergerechte wissenschaftliche Gemeinschaft. Am Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft selbst, am 11. Februar, lädt die Hochschule Fulda ihre Mitglieder zudem ein, sich in der Mittagspause an einer Lunch-Debate zu beteiligen. Die Veranstaltung bietet eine Plattform, um die Rolle von Frauen in der Wissenschaft zu thematisieren und das Bewusstsein für einen gleichberechtigten Zugang zu stärken. +++

Hinterlasse jetzt einen Kommentar