Heute Abend gegen Marburg: Hünfelder SV will Auftaktsieg bestätigen

Schon in den ersten Wochen der neuen Saison steht den Kickern des Hünfelder SV ein ansprechendes und strammes Auftaktprogramm in der Hessenliga bevor. Dem Auftaktsieg beim SC Hanau vom vergangenen Sonntag (4:3) folgt eine erste Englische Woche. Die beginnt mit dem Heimspiel am Freitagabend gegen den VfB Marburg – Anstoß in der Rhönkampfbahn: 19.15 Uhr -, findet mit dem Duell bei der Zweiten des KSV Hessen am nächsten Mittwoch ihre Fortsetzung und endet mit der Prüfung am Samstag kommender Woche beim FSV Fernwald. Gegen Marburg handelt es sich um die Heimpremiere; das zweite Spiel in der Rhönkampfbahn steht erst nach der Englischen Woche an. Am 22. August gegen Eddersheim.

„Solch ein Sieg wie der in Hanau gibt natürlich Selbstvertrauen“, sagt HSV-Coach Benjamin Fuß, „und eine gewisse Euphorie, die wir mitnehmen wollen vor heimischem Publikum in der Rhönkampfbahn. Der HSV bot beim Erfolg in Hanau eine Menge, die Spaß machte am Fußball. Er war von der ersten Sekunde an da und bei der Sache. Positiv war überhaupt der Vortrag in Hälfte eins. Gut besetzten Hünfelds Spieler die Positionen, gut bewegten sie sich in den Räumen – und spielten da auch Fußball. Das Team gewann viele Zweite Bälle, spielte gut im letzten Drittel und auch in die Box – wenngleich dort in einigen Situationen Zielstrebigkeit und Entschlossenheit fehlten.

Weniger gut war selbstredend die Tatsache, dass der HSV drei Gegentore kassierte. Im zweiten Abschnitt gab es, als es auf eine Stunde Spielzeit zuging, eine Phase, in der die HSV-Kicker den Faden verloren. Zu hoch stand. Räume anbot. Und diesbezüglich geduldiger werden muss. Keine Frage: die Restverteidigung bleibt ein Thema. Immer wieder an diesen Spielsituationen zu arbeiten, das hilft. Das allerdings lehrt am ehesten der Wettkampf.

Mit dem VfB Marburg tritt eine sehr erfahrene und spielstarke Mannschaft die Reise nach Hünfeld an. Großes Potenzial hat sie in der Offensive. Und sie sorgte zum Saisonauftakt ebenfalls für Aufsehen: Marburg rang den Regionalliga-Absteiger Bayern Alzenau mit 2:1 nieder. Der Gast ging früh in Führung, Marburgs Woiwod glich postwendend aus. Pech für den Gast und sicher ein Signal, dass er lange und bald im zweiten Abschnitt in Unterzahl spielen musste. Die Folge: Marburg glückte noch das Siegtor. Auch zwei Ex-Barockstädter stehen im VfB-Team: Kristian Gaudermann und Jonas Pfalz.

Beim HSV fehlt Max Vogler, der sich in Hanau früh verletzte und am Donnerstag nach einem MRT-Termin mehr weiß. Positiv indessen, dass Sven Kemmerzell und Mark Zentgraf wieder ins Training eingestiegen sind; sie absolvierten Teile davon. Ansonsten stehen nur die Langzeitverletzten Jonas Simon und Jan-Niklas Herr nicht zur Verfügung. Wie sagen Fußballer doch: Wenn wir nicht nachlegen, war der letzte Sieg nichts wert. Na ja, aber ein Motivationstropfen für das in jedem Fall. Auch zum Start vergangenen Saison gab es Siege in der Emotions-Hochburg Rhönkampfbahn. +++ rl


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