Sozialministerin Heike Hofmann hat dem Kolpingwerk Diözesanverband Fulda am Mittwoch einen Förderbescheid über rund 16.000 Euro für das Projekt „NEXT GEN DIGITAL“ übergeben. Das auf zwei Jahre angelegte außerschulische Bildungsangebot richtet sich an junge Menschen im Alter von 15 bis 27 Jahren und soll sie dabei unterstützen, sich sicher, kritisch und verantwortungsvoll in digitalen Lebenswelten zu bewegen. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 31.000 Euro.
Digitale Kompetenzen gehörten heute zu den Schlüsselqualifikationen für gesellschaftliche Teilhabe, erklärte Hofmann. Junge Menschen müssten lernen, Informationen kritisch einzuordnen, Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll zu nutzen und sich sicher in digitalen Räumen zu bewegen. Besonders wertvoll sei, dass „NEXT GEN DIGITAL“ Medienkompetenz mit Persönlichkeitsbildung verbinde und gezielt auch junge Menschen in der Ausbildungsphase erreiche. Durch die Qualifizierung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren wirke das Projekt zudem über die eigentliche Förderlaufzeit hinaus.
Thomas Vogler, Geschäftsführer des Kolpingwerks Diözesanverband Fulda und des pings Azubikampus, bezeichnete die Förderung als Vertrauensbeweis des Landes Hessen. Ziel sei es, junge Menschen fit für die digitale Zukunft zu machen und gemeinsam mit den Projektpartnern ein nachhaltiges Bildungsangebot für die Region Fulda zu entwickeln.
Mit den Fördermitteln werden eine Koordinierungsstelle in Teilzeit sowie Sach- und Honorarkosten für externe Referierende finanziert. Das Programm richtet sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler höherer Klassenstufen, Auszubildende sowie junge Erwachsene in Übergangsphasen zwischen Schule, Ausbildung, Studium und Beruf. Vorgesehen sind mindestens zwölf Projekttage mit Workshops sowie acht aufeinander aufbauende Module. Insgesamt sollen 60 bis 80 junge Menschen erreicht werden. Inhaltlich geht es unter anderem um Social Media und Algorithmen, Fake News und Deepfakes, den verantwortungsvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz, digitale Kommunikation, Medienkompetenz und Persönlichkeitsentwicklung.
Ergänzend ist ein Train-the-Trainer-Programm geplant, in dem sechs bis acht Multiplikatorinnen und Multiplikatoren medienpädagogisch qualifiziert werden. Sie sollen die entwickelten Inhalte auch nach Projektende in weiteren Bildungsangeboten einsetzen und so die Nachhaltigkeit des Vorhabens sichern. Zu den Projektpartnern gehören der pings – Azubikampus Fulda, der junge Menschen während der Ausbildung pädagogisch begleitet, sowie das FamilienNETZwerk Kolping.
Hofmann würdigte das Engagement des Kolpingwerks und seiner Projektpartner. Das Vorhaben zeige, wie innovative außerschulische Bildungsarbeit junge Menschen erreichen könne. Das starke Netzwerk vor Ort leiste einen wichtigen Beitrag dazu, junge Menschen auf die Herausforderungen einer digitalen Zukunft vorzubereiten. +++

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