Mehr als 50 Tech-Interessierte, Ingenieure und Studierende trafen sich auf Einladung der Region Fulda GmbH an der Hochschule Fulda zum Gründer-Talk. Anlass war vierte „Hackathon Fulda“, der am kommenden Wochenende in Halle 8 der Hochschule Fulda stattfindet. In den vergangenen Jahren gründeten sich aus den Hackathon-Teams bereits mehrere Unternehmen, Grund genug einen eigenen Gründer-Talk im Rahmen des Meta-Netzwerks „GründerRegion Fulda“ zu veranstalten.
Bei einem Hackathon treffen junge Talente aus unterschiedlichen Branchen aufeinander und lösen in 24 Stunden eine ungewöhnliche Challenge von relevanten Problemen der Industrie und Wirtschaft. In Fulda dauert der Hackathon aufgrund der Zeitumstellung sogar 25 Stunden, die Challenges drehen in diesem Jahr alle um das Thema Gesundheit. Die unter anderem auch für Gründerförderung zuständige Vizepräsidentin, Prof. Dr. Claudia Kreipl, stellte die Hochschulangebote für Startups vor: „Gründerteams können unter anderem unsere Startup-Räume im Hochschultransferzentrum am Heinrich-von-Bibra-Platz nutzen.“
Die Region Fulda GmbH veranstaltet seit vier Jahren den Hackathon. Viele Sponsoren sehen hier eine gute Möglichkeit junge Talente der Tech-Branche zu entdecken. „Um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken sind Veranstaltungen und Wettbewerbe wie diese für unsere Region von hoher Relevanz. Dieses Engagement zahlt sich aus“, so Organisator Christian Vey. „Es gibt Gründer in unserer Region, die sich im Team am Hackathon kennen gelernt haben und über die Sponsoren des Wettbewerbs ihre ersten Aufträge erhalten haben“, ergänzt Gründerkoordinator Florian Albinger.
Zwei solcher Beispiele sind zum einen kaleidos:code, ein App-Development-Studio das aktuell in Zusammenarbeit mit der Stadt Fulda die „City-Führungen“ neu und digital aufsetzen. Die Gründer haben im vergangenen Jahr als Teilnehmer mitgewirkt. Aufgabe war eine Smart-City-Challenge. Aus diesem Ansatz des Hackathons kam es im Anschluss zur Gründung. Mittlerweile in eigenen Büroräumlichkeiten am Rhönbad in Bronnzell hat das junge Unternehmen fünf Arbeitsplätze geschaffen. Michele Drabiniok war im Startup der erste Angestellte: „Ich lernte die Jungs in Zusammenarbeit beim Hackathon kennen. Das Beste was mir passieren konnte war die Begegnung dort mit meinen jetzigen Chefs. “
Auch Daniel Klassen vom Team Dirt Torpedo erzählte seine Geschichte der Teilnahme. Mit Freunden entwickelte er im vergangenen Jahr eine Tunnelbohrmaschine für Elon Musk und bohrte in der Wüste Las Vegas. Mittlerweile ist er Gründer eines ThinkTanks mit dem Namen DTec Innovation. Seine Mitgründer lernte er auch beim Hackathon kennen.
Im Rahmen des abschließenden Netzwerkens tauschten sich Studierende, Sponsoren und ehemalige Hackathon-Teilnehmer aus. Gründungsinteressenten suchen oft eine Anlaufstelle. Bei den Veranstaltungen der Gründerregion Fulda lernen Sie andere Gründer kennen und mögliche Anlaufstellen für offene Fragen und Probleme. Das Metanetzwerk in Fulda für die Gründer hat jederzeit ein offenes Ohr. Der Hackathon findet am 29. Und 30. Oktober in der Hochschule Halle 8 statt. +++ pm
