Gründerpreis: HOWA Management gewinnt in der Kategorie „Geschaffene Arbeitsplätze“

Gründerinnen und Gründer werden auf vielfältige Weise unterstüzt

Stephan Krause, der Hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Mario-Sebastian Fertig

Darmstadt. „Gründungen erneuern und beleben die Wirtschaft. Sie sorgen für Wettbewerb, Innovationen und Beschäftigung. Engagement, Kreativität und Unternehmergeist sind die wichtigste Ressource einer Volkswirtschaft. Deshalb unterstützt die Hessische Landesregierung Gründerinnen und Gründer auf vielfältige Weise auf ihrem Weg in die Selbständigkeit und hilft ihnen, sich am Markt zu etablieren“, sagte der Hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir am Mittwochabend bei der Verleihung des Hessischen Gründerpreises 2017. In der Orangerie Darmstadt zeichnete der Minister Sabine Eller aus Darmstadt mit ihrem Unternehmen „Sterbenleben“ als Siegerin in der Kategorie „Mutige Gründung“ aus. Weitere Preisträger waren: Andreas H. Vick, Bensheim-Auerbach, Fleischeslust – die Metzgerei & Feinkosteria und Jens Jesberg, Nähkraft Marburg.

226 Arbeitsplätze haben die neun Finalisten zusammen geschaffen, fast 1.100 Menschen arbeiten für alle 94 Bewerber um den Hessischen Gründerpreis 2017. „Auch wenn sich der Arbeitsmarkt aktuell sehr günstig entwickelt, kann man die Schaffung von Arbeitsplätzen gar nicht genug würdigen,“ sagte Dr. Frank Martin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit. „Denn in Hessen sind immer noch rund 160.000 Menschen arbeitslos – und die Arbeitsagenturen und Jobcenter können nur erfolgreich vermitteln, wenn genügend Arbeitsplätze vorhanden sind.“ Dr. Martin zeichnete Mario-Sebastian Fertig und Stephan Krause, HOWA Management GmbH aus Fulda als Sieger in der Kategorie „Geschaffene Arbeitsplätze“ aus sowie Florian Klima von „vertical cloud solutions“ Darmstadt und Jan Dinter von „Celebrate Streetfood Catering & Event“ aus Frankfurt als weitere Preisträger.

„Zur Entwicklung einer innovativen Geschäftsidee gehört eine klare Vision, der Mut und die Ausdauer der Gründer. Jede unternehmerische Entwicklungsphase braucht auch Veränderungen und eine neue Sicht auf das Umfeld, in dem man wirkt. Ob Digitalisierung, verändertes Kaufverhalten von Kunden oder sich ändernde Korridore zu Kunden und Geschäftspartnern. Mut zur Veränderung und neuen Wegen prägen unser erfolgreiches Handeln. Der Lebensweg einer Idee ist vielfältig und bringt auch die ein oder andere negative Erfahrung mit sich. Wer hieran wächst und sich auf die Chancen konzentriert, hat gute Aussichten auf Erfolg“, so Jürgen Thomas, Vorstandsmitglied der Sparkasse Darmstadt. Er übergab den Siegern Tom Plümmer, Jonathan Hesselbarth und Ansgar Kadura von „Wingcopter“ aus Darmstadt in der Kategorie „Innovative Geschäftsidee“ ihre Auszeichnung. Weitere Preisträger dieser Kategorie: Benjamin Bruder, Tracktics, aus Frankfurt und Simon Schmidt von „OPTOcomm Mess- und Schienentechnik“ aus Gründau.

Ein Thema der diesjährigen Fachtagung der Hessischen Gründerförderer, die tagsüber vor der Preisverleihung bei der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar stattfand, war die Nachhaltigkeit von Gründungen. Dazu sagt Markus Weidner, Geschäftsführer bei KIZ Sinnova gGmbH, die jedes Jahr den Initiativkreis Hessische Gründertage koordinieren: „Ich freue mich sehr, dass wir bereits zum 15. Mal den Hessischen Gründerpreis verleihen können. Zu diesem, kleinen Jubiläum haben wir mit allen Preisträgern der vergangenen Jahre gesprochen. Es begeistert mich, dass fast alle noch am Markt sind. Das zeigt, dass der Hessische Gründerpreis eine Auszeichnung für hohe Qualität und Nachhaltigkeit der Gründung ist.“ Von den 126 Unternehmen, die seit der erstmaligen Auslobung 2003 das Finale erreicht haben, sind 91 noch aktiv. Der Hessische Gründerpreis hebt sich von den meisten anderen Preisen für Existenzgründer dadurch ab, dass er nur Unternehmen auszeichnet, die erfolgreich am Markt agieren. Nicht preiswürdig sind dagegen bloße Konzepte oder Businesspläne.

Bei der Nachhaltigkeit von Unternehmensgründungen kann auch der Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch, Gastgeber der 15. Hessischen Gründertage, mitreden. Er nannte Merck als beispielhaft: Gegründet in Darmstadt vor fast 350 Jahren, heute ein Weltkonzern mit tausenden Mitarbeitern. Partsch berichtete, dass im April 2018 zum ersten Mal ein Wochenende lang eine internationale Startup-Messe stattfinden werde. „Lassen Sie uns dieses Event ein ebenso erfolgreiches und etabliertes Format zur Unterstützung des hiesigen Gründertums machen, wie es der Hessische Gründerpreis heute schon ist. Denn die Gründer von heute, sind die Partner der Wissenschaft von Morgen und Gestalter unseres Wirtschaftsstandortes.“ +++ fdi

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