Großhandelsumsatz im ersten Quartal gesunken

Einzelhandelsumsatz im April gesunken

Die Großhandelsunternehmen in Deutschland haben im ersten Quartal 2021 kalender- und saisonbereinigt real 1,2 Prozent weniger Umsatz erwirtschaftet als im Vorjahresquartal. Nominal gab es einen Anstieg um 0,4 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit. Gegenüber dem vierten Quartal 2019, dem Quartal vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland, fiel der Umsatz real um 3,0 Prozent und nominal um 1,2 Prozent niedriger aus.

Im Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren und Maschinen war der Umsatz im ersten Quartal 2021 real 3,1 Prozent niedriger und nominal 0,8 Prozent höher als im Vorjahresquartal. Der Großhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik verzeichnete ein Umsatzplus von real 8,5 Prozent und nominal 4,3 Prozent. Der Großhandel mit Konsumgütern setzte real 0,9 Prozent und nominal 1,8 Prozent mehr um. Im Vergleich zum Februar 2021 haben die Großhandelsunternehmen im März 2021 kalender- und saisonbereinigt real 4,4 Prozent und nominal 6,2 Prozent mehr Umsatz erwirtschaftet, so die Statistiker weiter. Im Vergleich zum März 2020 war der Großhandelsumsatz real 6,1 Prozent und nominal 9,8 Prozent höher. Der Großhandelsumsatz lag im dritten Monat des Jahres kalender- und saisonbereinigt real in etwa (-0,1 Prozent) auf dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie.

Einzelhandelsumsatz im April gesunken

Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland haben im April 2021 kalender- und saisonbereinigt real 5,5 Prozent und nominal 5,4 Prozent weniger umgesetzt als im März 2021. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen am Mittwoch mit. Ursächlich für den Rückgang dürften demnach die Bundesnotbremse in der zweiten Aprilhälfte sowie das Ostergeschäft im März 2021 gewesen sein. Im März 2021 war gegenüber dem Vormonat noch ein starkes Umsatzplus (kalender- und saisonbereinigt real +7,7 Prozent und nominal +7,6 Prozent) verzeichnet worden. Im Vergleich zum Vorkrisenmonat Februar 2020 war der Umsatz im April kalender- und saisonbereinigt real 0,8 Prozent niedriger. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg der Einzelhandelsumsatz real um 4,4 Prozent und nominal um 5,8 Prozent. Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im April 2021 real 3,4 Prozent und nominal 1,6 Prozent weniger um als im April 2020. Der Umsatz der Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte lag dabei real 3,8 Prozent und nominal 2,1 Prozent unter dem des Vorjahresmonats. Der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln setzte im entsprechenden Vergleich real 0,4 Prozent und nominal 2,8 Prozent mehr um. Deutliche Steigerungen gab es im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln, so die Statistiker weiter. Hier waren die Umsätze real 10,6 Prozent und nominal 11,3 Prozent höher. Der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren verzeichnete ein Umsatzplus von real 33,1 Prozent gegenüber April 2020, im Einzelhandel mit Waren verschiedener Art waren es +7,6 Prozent. Ebenso war der Umsatz im Handel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf real 7,2 Prozent höher im Vergleich zu April 2020. Aufgrund des ersten Corona-Lockdowns waren bis Ende April 2020 die Einzelhandelsgeschäfte mit Ausnahme des Einzelhandels mit Lebensmitteln geschlossen. Der Internet- und Versandhandel verzeichnete ein Umsatzplus vo n real 13,1 Prozent sowie nominal 13,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. +++

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