Geplante Schließung des OPmobility-Werks – Henfling: „Ein schwerer Schlag für die ganze Region“

Sinntals Bürgermeister Thomas Henfling

Die angekündigte Schließung des OPmobility-Werks im Sinntaler Ortsteil Sterbfritz ist eine erhebliche Zäsur für den Wirtschaftsstandort im Main-Kinzig-Kreis und für die Beschäftigten in der Region. Der französische Automobilzulieferer hat am 7. Oktober 2026 angekündigt, die Produktion in Sterbfritz schrittweise auf andere deutsche Standorte zu verlagern. Die Fertigung soll nach Angaben des Unternehmens bis Ende 2027 eingestellt werden.

Sinntals Bürgermeister Thomas Henfling bezeichnet die mögliche Schließung des Werks als einen „schweren Schlag“ für die Gemeinde und die gesamte Region. Die Folgen für die Beschäftigten und ihre Familien seien erheblich. „460 Mitarbeitende, davon 280 festangestellte könnten bis Ende des Jahres 2027 ihren Job verlieren. Das trifft uns sehr hart. Hinter jeder Stelle steht ein Mensch. Hinter jeder Stelle steht eine Familie“, sagt Henfling.

In den vergangenen Tagen hat der Bürgermeister Gespräche mit Werkleiter Peter Naumann und Thierry Huber, HR Projects Director des Unternehmens, geführt. Dabei sei deutlich geworden, dass OPmobility offenbar keine Zukunftsperspektive mehr für den Standort Sterbfritz sehe. „Das Unternehmen sieht wohl keine Perspektive für den Standort Sterbfritz“, erklärt Henfling.

Die Gemeinde Sinntal habe in den vergangenen Jahren alles in ihrer Zuständigkeit Mögliche unternommen, um den Standort zu sichern und die Voraussetzungen für seine Weiterentwicklung zu schaffen. Dazu gehörten sowohl die Genehmigung zur Verbreiterung der Werkseinfahrt als auch die Änderung des Flächennutzungsplans mit Blick auf eine mögliche Erweiterung des Werksgeländes. „Wir haben die Genehmigung zur Verbreitung der Werkseinfahrt erteilt, wir haben den Flächennutzungsplan für eine eventuelle Erweiterung geändert. Wir haben jede Unterstützung geleistet, die wir als Gemeinde geben konnten“, sagt der Bürgermeister.

Henfling ist überzeugt, dass die Gründe für die geplante Schließung nicht in den örtlichen Rahmenbedingungen liegen. „Die Ursachen für die geplante Schließung liegen nicht am Standort Sterbfritz“, betont er.

Trotz der schwierigen Ausgangslage richtet der Bürgermeister den Blick auf die kommenden Monate. Die Gemeinde werde den weiteren Prozess eng begleiten und den Austausch mit dem Unternehmen fortsetzen. Ziel sei es, die Entwicklung aufmerksam zu verfolgen und die betroffenen Beschäftigten so weit wie möglich zu unterstützen. „Wir werden den Prozess eng begleiten und den Austausch mit dem Unternehmen fortsetzen“, verspricht Henfling. Er wolle alles tun, um den Menschen, die von der möglichen Schließung betroffen sind, zur Seite zu stehen.

Die angekündigte Produktionsverlagerung stellt Sterbfritz und die gesamte Gemeinde Sinntal vor große Herausforderungen. Neben den unmittelbaren Folgen für die Beschäftigten geht es auch um die Zukunft eines bedeutenden Wirtschaftsstandorts in der Region. Wie sich der weitere Prozess gestaltet und welche Perspektiven sich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ergeben, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. +++


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