Mitten in der Nacht reißt ein lauter Alarm die Einsatzkräfte aus dem Schlaf: Um 0.57 Uhr meldet die Vogelsberger Leitstelle einen Garagenbrand mit drei Toren in Altenburg. Als Feuerwehr und Rettungskräfte am Altenburger Schlossberg eintreffen, steht bereits alles in Flammen – und es kommt noch schlimmer. Mehrere Gasflaschen explodieren schon vor dem Eintreffen der Feuerwehr! Am Ende werden die Garage und zwei Pkw völlig zerstört.
Die Situation ist heikel, denn in der brennenden Garage sind gefährliche Stoffe gelagert. Stadtbrandinspektor Daniel Schäfer von der Feuerwehr Alsfeld schildert die dramatischen Minuten vor Ort: „Problematik bei dem Ganzen ist, dass auch Benzin- und Gasflaschen gelagert waren. Mehrere Gasflaschen sind schon vor dem Eintreffen der Feuerwehr in die Luft gegangen. Beim unserem Eintreffen hat noch brennendes Gas abgeströmt. Wir haben mit mehreren Trupps unter Atemschutz und auch ohne Atemschutz im Außenangriff einen massiven Löschangriff begonnen. Hier oben am Altenburger Schlossberg mit dem Wasser normalerweise knapp, aber es hat gut funktioniert. Das muss man mal sagen. Und zum Glück wurde keine Person verletzt.“
Dass der Einsatz vergleichsweise glimpflich ausgeht, liegt auch an der guten Ortskenntnis einiger Kräfte. „Wir haben einige Leute hier mit Ortskenntnis, die wussten schon, wo es ist und was es ist. Das hat es eigentlich deutlich leichter gemacht“, so Schäfer weiter.
Ein weiterer Glücksfall: Die Garage steht frei – das nächste Wohnhaus ist weiter entfernt. „Gut war, dass das Wohnhaus weiter weg ist. Das ist immer sehr schön, dass diese Garagen komplett einzeln stehen, dass rundherum keine Gebäude mehr sind. Das macht es deutlich einfacher für die Feuerwehr. Dann kann man sich auf den Brandeinsatz begrenzen, ohne dass man gucken muss, wohin es weiter ausstrahlt“, erklärt der Stadtbrandinspektor.
Denn die Lage hätte schnell deutlich gefährlicher werden können. Direkt hinter dem Brandort liegt der Schlosspark mit viel Bodenbewuchs. „Im Hochsommer wäre hier ein ganz anderes Problem gewesen. Dahinter ist unser Schlosspark. Dort ist alles mit Bodenbewuchs. Das hätte sich schön ausgebreitet. Durch das doch feuchte Wetter hatten wir Glück, dass sich das nur auf das Objekt begrenzt hat.“
Insgesamt sind 24 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit fünf Fahrzeugen im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Auch Bürgermeister Stephan Paule, Kreisbrandmeister Björn Preuß von Brincken, der Rettungsdienst sowie eine Streife der Alsfelder Polizei machen sich ein Bild von der Lage am Einsatzort.
Zur Brandursache sowie zur Höhe des Gesamtsachschadens können derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Die Ermittlungen laufen. +++







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