Fulda stellt sich quer e.V.: Unsere Kreuze haben keine Haken

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Der Verein „Fulda stellt sich quer e.V.“ Tritt mit der Kampagne „Unsere Kreuze haben keine Haken“ der fortschreitenden Normalisierung rechten Denkens entgegen. Wie es in einer Pressmitteilung heißt, bröckelt auch in der Region Fulda die Brandmauer nach Rechts oder ist sogar bereits gefallen — mit drastischen Konsequenzen: Einschüchterung von Andersdenkenden bis hin zur Gewalt gegen Queere und Migranten werden hoffähig. Wir wollen erreichen, dass die Brandmauer nach Rechts hält oder wieder neu hochgezogen wird. Denn die Alternative für Deutschland (AfD) ist eine klar rechtsextreme und nationalistische Partei. Spätestens seit dem AfD-Bundesparteitag in Riesa im vergangenen Jahr hat sich der rechtsextreme Flügel um den Nationalisten und anerkannten Nazi Björn Höcke in der AfD durchgesetzt. Mit der Kandidatur der Höcke-Vertrauten Christine Anderson als Landrätin in Fulda zeigt die AfD im Landkreis Fulda ihr wahres Gesicht.

‚Fulda stellt sich quer e.V.‘ sagt Nein zu Rassismus, Fremdenhass und Homophobie. Wir wollen die Brandmauer zur AfD in unserem Landkreis stärken und ein deutliches Signal vor der hessischen Landtagswahl aussenden. Wir rufen alle Initiativen, Vereine, Verbände, Gewerkschaften und demokratischen Parteien auf, aktiven Kooperationen mit der AfD eine deutliche Absage erteilen. Wir bieten Veranstaltungen und Workshops an, um mit Argumenten und Hintergrundwissen zur AfD, über deren Netzwerk und ihre Ideologischen Hintergründe aufzuklären. Vor der wichtigen hessischen Landtagswahl ist Aufklärung das Gebot der Stunde. Wir wollen die Wähler ermutigen, sich aktiv für die Demokratie und unsere demokratische Grundordnung einzusetzen und aufzeigen, wo die AfD die freiheitlich-demokratische Grundordnung verlassen hat und mit Ihren Forderungen und ihrem Tun gegen das Grundgesetz verstößt. Proteste, Mahnwachen und Aktionen zu öffentlichen Auftritten der AfD werden unsere Mittel sein.

Unsere Kreuze haben keine Haken – wir wählen Demokratie

Wir brauchen keine rechtsextreme Partei, deren unumstrittener thüringischer Landesvorsitzender ein gerichtlich anerkannter Nazi ist. Sein Name: Björn Höcke Seine Mission: Die Zerstörung unserer Demokratie. Wir brauchen keine Landrätin Christine Anderson von der AFD, deren erklärtes Ziel es ist, aus dem Landkreis Fulda ein Sonneberg 2.0 zu machen. Björn Höcke ist in der AFD zur beherrschenden Figur geworden. Immer deutlicher wird klar: Die AfD steht kurz vor dem Übergang zur offen rechtsextremistischen Massenpartei — mit Björn Höcke als ihrem „Führer“, mit seinem weit verzweigten rechtsextremen Netzwerk innerhalb wie außerhalb der Partei, mit deren Zeitschriften, Denkfabriken und gewaltbereiten „Bürgerwehren“. Und nicht zuletzt mit mehreren Millionen potentiellen Wähleren. Es ist bereits höchste Zeit, jetzt Alarm zu schlagen, klar Position zu beziehen und demokratische Mehrheiten zum Erhalt unserer Demokratie und gegen die rechtsextremen, rechtsextremistischen Rattenfänger und Demokratiefeinde in der Höcke-AfD zu mobilisieren. Jetzt ist die Zeit, sonst ist es vielleicht bald zu spät.

Geistiger Nazi war Björn Höcke schon vor seinem Aufstieg in der AfD. Doch nach 1945 war die Reichweite offen auftretender Faschisten begrenzt. Zu wach war die Erinnerung an die NS-Diktatur, den Holocaust und den Zweiten Weltkrieg. Deshalb schrieb der verbeamtete Lehrer Björn Höcke seine NS-verharmlosenden Artikel in einer NPD-Zeitschrift unter einem Pseudonym. Als 2013 marktradikale nationalistische Eurokritikeren die AfD gründeten und für die extreme Rechte öffneten, erkannten Höcke und die Seinen ihre Chance: Mit der AfD konnte er Millionen mit seinem Kampf für die Reinwaschung des NS und eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ erreichen. Höcke und sein „Flügel“, dem bis zur Auflösung auch Christine Anderson angehörte, betrieben von Anfang an erfolgreich die Faschisierung der AfD. Schon früh setzten sie — befeuert durch eine Überfremdungsdebatte in Politik und Medien — die Panikmache vor „kulturfremder“ Zuwanderung durch Muslime und Geflüchtete sowie die Hetze gegen vermeintliche Eliten durch. Heute steht Höcke kurz vor der Machtübernahme in der Partei, sein Einfluss reicht bis hinein in Polizei, Bundeswehr und Justiz. Das nationalkonservative, vermeintlich „gemäßigtere“ Lager dagegen ist dermaßen dezimiert und ohne jeglichen Einfluss, dass dessen einzige Vertreterin an der Parteispitze, Alice Weidel, einzig von Björn Höckes Wohlwollen abhängt.

Der Kampf der AfD gegen die Demokratie

Das Ziel der AfD ist ein Systemwechsel weg von der Demokratie und im ersten Schritt hin zu einer autokratischen Regierung. Die Zerschlagung demokratischer Errungenschaften und der Kampf gegen deren Verteidigeren wird mit allen Mitteln verfolgt. AFD-Parteigänger und deren Netzwerke arbeiten von Pegida und Teilen der Querdenker bis hin zu den Reichsbürgern und Freien Sachsen längst am Aufbau und an der Radikalisierung einer Bewegung, die bereits jetzt gegen Kommunalparlamente und Geflüchtetenunterkünfte marschiert. Eine Bewegung, die jederzeit bereits 10.000 Menschen mobilisieren kann, die dann Björn Höcke bei seiner nazistischen Grundsatzreede in Gera vom 3. Oktober 2022 auch begeistert zujubelten. Und der aktuelle AFD-Bundesparteitag in Magdeburg bestätigt die schlimmsten Befürchtungen.

Unsere Antwort:
Alle Demokraten zusammen!
Für die Demokratie!
Gegen die demokratiefeindliche AFD!

Noch ist die AfD nicht an der Macht. Doch bereits jetzt nutzt sie die Möglichkeiten unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung, um sich gegen die Demokratie zu wenden. Sie ist bereits dann an der Macht, wenn es keinen demokratischen, organisierten Widerstand mehr gegen sie gibt. Eine überdeutliche Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland lehnt eine Wiederholung der nazistischen Weltkatastrophe ab. Noch ist Zeit, sich zu organisieren, diese Mehrheit wieder für die Demokratie zu gewinnen und sich gemeinsam der Gefahr entgegenzustellen! Unser Aufruf: Gehen Sie am 08. Oktober 2023 wählen! Wählen Sie demokratisch! +++ pm


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