Frauen schaffen Zukunft – Sechs Unternehmen setzen in Fulda ein sichtbares Zeichen

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Die Fotoausstellung zeigt: Auch am Steuer von Bussen der RhönEnergie bewähren sich Frauen mit Führungsstärke – im doppelten Sinne. Foto: RhönEnergie

Mit einer ungewöhnlichen Gemeinschaftsaktion setzen sechs große Unternehmen aus der Stadtregion Fulda ein deutliches Signal: für mehr Sichtbarkeit von Frauen in der Arbeitswelt – und für eine Unternehmenskultur, in der weibliche Fachkompetenz und Führungsstärke nicht die Ausnahme, sondern die Regel sind.

Die EDAG Group, JUMO, Klinikum Fulda, Heurich, die RhönEnergie Gruppe sowie Zufall präsentieren in einer Ausstellung lebensgroße Fotografien von insgesamt zwölf Mitarbeiterinnen. Die porträtierten Frauen gestalten und führen, packen an und übernehmen Verantwortung – in Laboren und Leitwarten, an Operationstischen und auf Baustellen. Entstanden sind die Aufnahmen in authentischer Arbeitsumgebung. Fotografiert wurden sie vom Fuldaer Fotografen Walter Rammler.

Warum dieser Schritt? „Wir wissen, dass Sichtbarkeit keine Selbstverständlichkeit ist – und dass das ein Problem ist. Noch immer werden viele Berufsbilder automatisch mit Männern assoziiert. Das wollen wir mit unserer Aktion ändern“, erklärt Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Gruppe. Alexandra Dantmann, Bereichsleiterin Globales Personal bei JUMO, ergänzt, noch immer entschieden sich Frauen seltener für technische, handwerkliche oder führungsorientierte Berufe – nicht aus Mangel an Kompetenz, sondern aus Mangel an Vorbildern. Frauen müsse Sichtbarkeit gegeben und entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Auch Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, Sprecher des Vorstands des Klinikums Fulda, betont den Anspruch der Initiative: Man wolle Frauen ermutigen, sich für Arbeitsplätze zu entscheiden, die nicht auf den ersten Blick mit Frauen in Verbindung gebracht würden – und zugleich zeigen, dass diese Stellen längst erfolgreich und selbstverständlich von Frauen ausgefüllt werden.

Neben dem gesellschaftlichen Anspruch verweisen die Unternehmen auch auf unternehmerische Vorteile. Alina Heurich, Geschäftsführerin des Getränkegroßhändlers Heurich, unterstreicht, dass Betriebe, die Frauen in allen Bereichen fördern und sichtbar machen, Zugang zu einem größeren Talentpool gewännen und durch diverse Teams bessere Entscheidungen träfen. Rainer Schön, Personalleiter der EDAG Group, formuliert es zugespitzt: Mit der Förderung und Sichtbarmachung von Frauen würden Unternehmen für Bewerberinnen attraktiver – Sichtbarkeit sei kein Selbstzweck, sondern ein Standortvorteil.

Für die beteiligten Firmen sind die zwölf porträtierten Frauen deshalb keine Ausnahmeerscheinungen. Kathrin Fehler, Bereichsleiterin Produktion Zufall Fulda, betont, sie stünden beispielhaft für eine Realität, in der weibliche Fachkompetenz, Führungsstärke und Leidenschaft in Fulda längst gelebte Realität seien – und dass es sich lohne, sie in den Mittelpunkt zu stellen.

Mit der Ausstellung beteiligen sich die sechs Unternehmen an der Frauenwoche der Stadt Fulda, die in diesem Jahr unter dem Motto „Sag mir, wo die Frauen sind?“ steht. Ihre Antwort fällt selbstbewusst aus: Hier. Überall. Schon lange. Begleitend zur Aktion wurde zudem ein Video über das „Making-of“ der Fotos produziert, das unter re-gruppe.de/Frauen-schaffen-Zukunft abrufbar ist.

Eröffnet wird die Ausstellung am Montag, 9. März, ab 16.30 Uhr in den Räumen der RhönEnergie, Löherstraße 52 in Fulda. Im Anschluss diskutieren Vertreterinnen und Vertreter der sechs Unternehmen darüber, wie Frauen in der Arbeitswelt noch sichtbarer gemacht werden können. Sowohl die Eröffnung als auch die Diskussionsrunde sind öffentlich, um Anmeldung per E-Mail an presse@re-fd.de wird gebeten. +++


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