Förderverein Point Alpha e.V. zog im US Camp eine positive Jahresbilanz 2025

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Der erweiterte Vorstand des Fördervereins Point Alpha mit Gästen (von links): Jürgen Hahn (Bürgermeister Rasdorf), Christina Weller, Berthold Jost, Diana Henning, Raymond Walk, Heiko Rothmann, Stefan Sachs, Manuela Henkel (Bürgermeisterin Geisa), Simone Kleinstück, Benedikt Stock (Point Alpha Stiftung) und Carina Rothmann. Foto: privat

Von der Auszeichnung mit dem Deutschen Denkmalschutzpreis über das Engagement für die Gedenkstätte Point Alpha bis zum neuen Mitglieder-Rekord: Der Förderverein Point Alpha zog bei seiner Jahreshauptversammlung eine durchweg makellose Bilanz für das Jahr 2025. „Gemeinsame Erlebnisse, tolle Ereignisse und besondere Ehrungen – da bereitet der Blick in den Rückspiegel richtig Freude“, sagte der erste Vorsitzende Raymond Walk bei der Sitzung im US Camp auf dem Rasdorfer Hummelsberg. In vollendeter Harmonie endete auch die Neuwahl des Vorstandes: Alle Amtsträger wurden in ihren Positionen bestätigt.

Das Vereinsleben war im zurückliegenden Jahr von vielfältigen Aktivitäten geprägt. Zu den Höhepunkten zählt zweifelsfrei die Auszeichnung mit dem Deutschen Denkmalschutzpreis in Berlin. Für den ehrenamtlichen Einsatz um die Erhaltung der Gedenkstätte Point Alpha als Erinnerungs- und Lernort wurde einer Delegation aus der Region in der Hauptstadt die „Silberne Halbkugel“ übergeben. Weitere Wegmarken im Jahresverlauf waren die Vereinswanderung zum Wassermannshof in Reinhards, ehemals der westlichste Ort des Warschauer Pakts, sowie ein Kaminabend mit Karl Sauerbier, der aus seinem Buch „Die Entstehung der DDR und meine Kontakte“ las. Auf dem Programm standen außerdem ein Gedenkgottesdienst für Papst Johannes Paul II. in Geisa sowie eine Baumpflanzaktion am authentischen Geschichtsort.

„Mit 23.000 Euro hat der Förderverein im Jahr 2025 die Arbeit der Stiftung unterstützt“, erläuterte Schatzmeister Heiko Rothmann. Die größten Posten waren dabei 9.000 Euro für einen Rasenmähertraktor, 6.000 Euro für die Wanderausstellung „Im Objektiv der Staatsmacht. Fußballfans im Blick von Stasi und Volkspolizei“, 5.000 Euro für Medientechnik sowie 3.000 Euro für die Pflanzung von Kiefersetzlingen im US Camp. Zurückgreifen konnte der Verein zudem auf Fördermittel der Thüringer Staatskanzlei sowie auf Spenden der VR-Bank NordRhön, der Wartburg-Sparkasse sowie von Unternehmen und Privatpersonen.

Auch die Jugendarbeit bleibt ein wichtiges Anliegen des Vereins. So gab es Zuschüsse für einen Schülertreff und die Ferienfreizeit der Caritas. Alle geplanten Projekte konnten verwirklicht werden. Neue Ideen wie die Restauration des Fuhrparks oder internationale Jugendaustausche mit Kroatien, Frankreich und Tschechien liegen für das Jahr 2026 bereits auf dem Tisch. Unterm Strich sei die Finanzsituation stabil, die Kassenführung uneingeschränkt einwandfrei. Raymond Walk dankte den Mitgliedern dafür, dass der Verein so finanzstark sei und damit die Point Alpha Stiftung in dieser Form unterstützen könne. Insgesamt siebenmal habe das Leitungsgremium im Jahr 2025 getagt, im laufenden Jahr bereits zweimal.

Mit 50 Gästen war das „Black Horse Inn“ bis auf den letzten Platz besetzt, darunter Manuela Henkel und Jürgen Hahn, die Bürgermeister der Point-Alpha-Kommunen Geisa und Rasdorf, sowie das Ehrenmitglied Berthold Dücker. Erneut gab es einen Rekordwert bei der Zahl der Mitglieder: 291 Personen sind beim Förderverein gelistet, und die Marke von 300 rückt in greifbare Nähe. Glückwünsche, Ehrennadel und Urkunden für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Bernhard Hergert, Ulrike Leimbach und Hubert Kritsch. Alle stammen aus der Point-Alpha-Stadt Geisa und waren im Jahr 2001 dem damaligen Trägerverein beigetreten.

„Wir alle sind Point Alpha und wir möchten weiter in der Erfolgsspur bleiben“, sagte der erste Vorsitzende Raymond Walk und rief dazu auf, bei den Anstrengungen für Aktivitäten und die Mitgliederwerbung nicht nachzulassen. Der Blick nach vorne ist vielversprechend. Im Vereinskalender stehen unter anderem ein Vortrag von Dr. Häfner zur „Hilfe der Amerikaner bei der Wiedervereinigung“, die hr-„KulturVerführung“ sowie eine Vereinsfahrt nach Magdeburg und Marienborn, bei der auch die Gedenkstätte „Deutsche Teilung Marienborn“ besucht wird.

Nach der Entlastung des Vorstandes folgten unter Leitung von Manuela Henkel die Neuwahlen. Die Mitglieder bestätigten die amtierende Führungsriege ohne Gegenstimme turnusgemäß für die nächsten beiden Jahre: Raymond Walk als Vorsitzenden, die drei Stellvertreter Berthold Jost, Stefan Sachs und Guido Wächtersbach, Schatzmeister Heiko Rothmann sowie Schriftführerin Diana Henning. Zum erweiterten Vorstand gehören Daniela Tischendorf für die Jugendarbeit und Carina Rothmann für das Vereinsleben. Als Kassenprüfer fungieren künftig Christine Weller aus Rasdorf und Simone Kleinstück aus Borsch. Sie lösen Wendelin Priller und Matthias Kehr ab, die für ihren langjährigen Dienst ein Präsent erhielten. Ebenfalls ohne Einwände genehmigten die Anwesenden die Neufassung der Satzung, deren Anpassungen aufgrund der Steuer- und Abgabenordnung notwendig geworden waren.

Den fruchtbaren Austausch zwischen Verein und Stiftung lobte Benedikt Stock in seinem Gastbeitrag. Der geschäftsführende Vorstand der Point Alpha Stiftung dankte den Vereinsmitgliedern zugleich für Engagement und Treue. In seinem Rückblick ließ er noch einmal die großen Veranstaltungen in der Gedenkstätte Revue passieren – das 30-jährige Jubiläum von Point Alpha, die Last Border Patrol, das Sommerkino sowie das erfolgreiche Theaterprojekt „Geschleifte Höfe“. Zudem gab er einen Einblick in abgeschlossene Renovierungsmaßnahmen. Abschließend machte Stock auf das neue Jahresprogramm aufmerksam und lud die Mitglieder des Fördervereins ein, von den Angeboten rege Gebrauch zu machen. +++


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