Florian Fritzsch tritt in Großenlüder als Bürgermeisterkandidat an

„Meine Partei sind die Bürgerinnen und Bürger“

Florian Fritzsch

Der 38-jährige Diplom-Verwaltungswirt Florian Fritzsch bewirbt sich um das Amt des Bürgermeisters in seiner Heimatgemeinde Großenlüder. Fritzsch wurde von der SPD einstimmig nominiert, geht bei der Wahl am 15. November allerdings als parteiunabhängiger Bewerber in das Rennen um den Chefsessel im Großenlüderer Rathaus. Der bisherige Amtsinhaber Werner Dietrich tritt nicht mehr an.

Bei der Vorstellung des Kandidaten machte der stellvertretende SPD-Ortsvereinsvorsitzende Günter Schlitzer deutlich: „Wir mussten gar nicht intensiv auf die Suche gehen, denn wir haben den geeigneten Mann in unseren eigenen Reihen.“ Seine Persönlichkeit, seine berufliche Qualifikation und seine kommunalpolitische Kompetenz machten Fritzsch zum Kandidaten der Güteklasse 1, betonte Schlitzer. Florian Fritzsch habe einen klaren Blick für die wichtigen Themen, die Großenlüder in den kommenden Jahren betreffen. „Ich werde meine persönlichen Stärken einbringen, meine eigenen Wege beschreiten. Dabei will ich authentisch bleiben, die Aufgaben pragmatisch, konstruktiv und mit Herz anpacken. Großenlüder ist eine besondere Gemeinde mit einer Menge Potenzial und einer großartigen Infrastruktur. Sie ist vielen Menschen Heimat und Lebensmittelpunkt – und so soll es auch weiterhin sein. Diese Stärken möchte ich bewahren und fortentwickeln“, sagte Fritzsch. Amtsinhaber Werner Dietrich habe für vieles den Weg bereitet: „Er hat sich über die Maßen und mit großer Tatkraft für die Gemeinde eingesetzt.“

Fritzsch hat klare Ziele, was er für Großenlüder erreichen möchte. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern möchte er ein Leitbild erstellen, das Alleinstellungsmerkmale herausstellt und somit zur Aufrechterhaltung und Verbesserung der Lebensqualität beitragen soll. Die Gemeinde soll durch einen neu gestalteten Abenteuerspielplatz mit Spielmöglichkeiten für Kinder aller Altersklassen noch kinderfreundlicher werden. Die Digitalisierung soll vorangetrieben werden, um Strukturen zu schaffen, die das tägliche Leben erleichtern. Umwelt- und Klimaschutz spielen eine große Rolle. „Ich möchte mehr Grün wagen“, sagt Fritzsch. Dazu gehören die Fortentwicklung eines Klimaschutzkonzeptes, die Installierung eines Klimaschutzbeauftragten, der Ausbau erneuerbarer Energien und die Ausweisung klimagerechter Bau- und Gewerbegebiete. Ferner möchte er die Attraktivität der Bahnhöfe verbessern sowie die Fuß- und Radwegeinfrastruktur optimieren. Ein Innerortskonzept für den Kernort und die Ortsteile soll Räume für generationenübergreifende Begegnungen schaffen. Fritzsch machte deutlich, dass sein Wahlprogramm nicht starr ist, sondern mit den Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam weiterentwickelt und verwirklicht werden soll: „Erfolge brauchen Dialog. Ich möchte erfahren, wo die Menschen der Großgemeinde Probleme sehen, was die wesentlichen Themen sind, die sie beschäftigen“, sagte der Bürgermeisterkandidat. Ein aktuell wichtiges Thema ist die geplante Erweiterung des Steinbruchs der Zement- und Kalkwerke (ZKW) Otterbein in Müs. Es sei mehr als betrüblich, dass ein Riss in der Gemeinde und besonders in Müs entstanden sei.

„Zwischenmenschliche Beziehungen stehen vor einer Zerreißprobe“, sagte Fritzsch, der den Ort wieder zusammenzuführen möchte. Dafür sei es unerlässlich, dass die ZKW-Geschäftsleitung zeitnah für Verbesserungen bei den Lärm- und Schadstoffemissionen sorge und so wieder Vertrauen in der Bevölkerung aufbaue. „Lasst uns miteinander den Versuch unternehmen, die Auseinandersetzung objektiv und fair zu führen. Der Riss darf nicht zu einem unüberwindbaren Graben führen“, so Fritzsch. Der Bürgermeisterkandidat dankte den Mitgliedern der SPD für die Nominierung: „Es macht mich stolz, dass ihr mir das Amt des Bürgermeisters zutraut. Mit eurer Hilfe sowie der Unterstützung von Familie und Freunden werde ich in den kommenden Wochen alles dafür tun, die Bürgerinnen und Bürger von mir und meinen Zielen zu überzeugen.“ Weil er das Amt des Bürgermeisters aber unparteiisch gestalten will, tritt er als unabhängiger Kandidat an: „Ich trage die sozialdemokratischen Werte in mir. Aber die Bürgerinnen und Bürger werden meine Partei sein.“ Zahlreiche Gäste wohnten der Vorstellung bei. Unter ihnen Silvia Hillenbrand, ehemalige Bürgermeisterin Großenlüders. Auch sie richtete einige Worte an die Zuhörerinnen und Zuhörer: „Florian vereint vier wichtige Bereiche, die ein Bürgermeister haben muss: fachliche Kompetenz, soziale Kompetenz, Vision und Leidenschaft. Ich wünsche Großenlüder diesen Menschen als Bürgermeister.“ Parallel zur Vorstellung wurden Homepage, Facebook- und Instagram-Account von Florian Fritzsch freigeschaltet. Wer Näheres über ihn erfahren oder mit ihm in Kontakt treten möchte, kann dies unter www.florian-fritzsch.de tun.

Zur Person: Florian Fritzsch wurde im Jahr 1982 als ältestes von vier Kindern geboren. Seine Mutter Ingrid arbeitet als Selbstständige in der Finanzbuchhaltung, sein Vater Falko war 24 Jahre lang hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Schlüchtern. „Sozialer Zusammenhalt, gegenseitiger Respekt und bürgerliches Engagement waren in unserer Familie die wesentlichen Leitlinien“, sagt Fritzsch. Seit seinem 18. Lebensjahr engagiert sich Fritzsch in den Bereichen Kommunalpolitik und Sport. Von 2006 bis 2011 war er SPD-Stadtverordneter in Schlüchtern, von 2008 bis 2015 war er als aktiver Fußballer gleichzeitig Vorsitzender des Sportvereins Germania Herolz. Im Sportverein Großenlüder kümmert sich Fritzsch gegenwärtig um den Förderkreis. In der aktuellen Wahlperiode ist er Mitglied im Ortsbeirat Großenlüder und stellvertretender Ortsvorsteher. In der Gemeindevertretung ist er Fraktionsvorsitzender der SPD, deren Ortsverein er auch führt.

Nach dem Abitur am Ulrich-von-Hutten-Gymnasium in Schlüchtern absolvierte er seinen Zivildienst beim Behinderten-Werk Main-Kinzig. „Das war eine Zeit, in der ich Familien mit körperlich oder geistig behinderten Kindern unterstützt habe. Hier habe ich viel gelernt, diese Zeit möchte ich nicht missen“, sagt Fritzsch. Sein duales Studium bei der Stadt Frankfurt schloss er im Jahr 2005 als Diplom-Verwaltungswirt ab. Berufliche Erfahrung sammelte er zunächst beim Ordnungs- und Straßenverkehrsamt. Seit Mitte 2008 arbeitet er im Büro der Stadtverordnetenversammlung überparteilich mit den in städtische Gremien gewählten Mitgliedern sowie den Fraktionen beziehungsweise Parteien zusammen. Gemeinsam mit seiner Frau Silke fasste er 2011 den Entschluss, in ihren Geburtsort Großenlüder zu ziehen, der seit 2013 zur gemeinsamen Heimat geworden ist. „Hier fühle ich mich dank meines sozialen Umfeldes pudelwohl. Ich mag die Menschen und die Landschaft in und um Großenlüder sehr“, sagt Florian Fritzsch. Die Familie ist mit den Kindern Bruno (6), Ella (5) und Clara (3) komplett. +++

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