Filzfabrik Fulda startet Verkauf von Mund-Nasen-Masken

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Bildunterschrift: Dr. Stephan Wagner, Gabriele Wagner, Martin Schäfer, Michael Vogel und Kerstin Ihrig-Vogel (v.l.). Foto: privat

In der Region Fulda ist es durch die Initiative der Filzfabrik Fulda gelungen, mit Wagner Fahrzeugteile und Vogel Raum & Bett eine Fertigungsoffensive von Mund-Nasen-Masken „Made in Germany“ zu starten. „Gemeinsam haben wir uns der Herausforderung gestellt, Masken zu entwickeln und kurzfristig Fertigungsmöglichkeiten und -kapazitäten zu schaffen, um die Herstellung von Mund-Nasen-Masken aufzubauen“, berichtet Martin Schäfer, Geschäftsführer der Filzfabrik Fulda.

Vor kurzem hat die Filzfabrik Fulda mit dem Vertrieb eines neuartig entwickelten Filtermaterials begonnen. Das Produkt LANIMED ist ein vollsynthetischer Vliesstoff aus Polyester, Polypropylen und Polyamid. Die Geschwindigkeit des Aerosols im Luftstrom beim Ausatmen wird durch den Vliesstoff reduziert und bleibt dabei weiterhin atmungsfreundlich. Außerdem nimmt das Material kaum Feuchtigkeit auf. Die Maske besteht aus Fasern, die zu 100 Prozent ÖkoTex Standard 100, Klasse 1 (Baby- und Kleinkindergeeignet) zertifiziert sind. Weitere Zertifizierungen sind zum aktuellen Zeitpunkt im Freigabeprozess.

Filzfabrik Fulda stellt LANIMED als passgenaue Stanzteile, Textilbänder und weitere Bestandteile den Partnern für die Weiterverarbeitung von Masken zur Verfügung und organisiert den Vertrieb aller Masken am Markt. Die Verarbeitung von Textilien stellt die Partner teilweise vor Herausforderungen. „Der Umgang mit Textilien ist für uns neu, aber als Automobil-Zulieferant sind wir es gewohnt, in großen Stückzahlen und effizient zu produzieren“, führt Dr. Stephan Wagner, Geschäftsführer von Wagner Fahrzeugteile, aus. Die Herstellung von genähten Mund-Nasen-Masken aus LANIMED wird von Vogel Raum & Bett aus Neuhof in Kooperation mit mehreren Nähateliers der Region gesteuert. „Es ist für uns alle eine wichtige Aufgabe, dem regionalen Notstand an Mund-Nasen-Masken entgegenzuwirken“, so Kerstin Ihrig-Vogel. Zurzeit gibt es drei Maskentypen: eine genähte, eine gefaltete und eine 3D-geformte.

Masken können ihre Funktion verlässlich erfüllen, wenn sie gut am Gesicht abschließen und dicht anliegen, denn jedes Gesicht ist anders. Dies wurde auch bei der Entwicklung der Masken berücksichtigt. Die Wochenproduktion liegt aktuell bei circa 80.000 Masken und soll in den kommenden Wochen bis zu einer Monatsmenge von circa 1 Million Masken gesteigert werden. „Mit den neu entwickelten Mund-Nasen-Masken können wir einen weiteren positiven Beitrag für die Gesundheit von uns allen und die Eindämmung des Corona-Virus in der Region und darüber hinaus leisten“, so Schäfer. Ziel sei es, eine möglichst große Versorgung der Bevölkerung mit Masken zu gewährleisten. „Derzeit können wir Mitarbeiter einsetzen, die sonst in Kurzarbeit wären“, so Dr. Wagner. Durch die Kooperation der Unternehmen kann die Beschäftigung in der Region gesichert werden, was auch für eine Zeit nach der Corona-Pandemie den Bestand von Unternehmen sichern kann.

Um einer Nachfragemenge für Privatpersonen gerecht zu werden, können diese in Kürze bei der Firma Vogel Raum & Bett in Fulda und Neuhof sowie im Filzshop der Filzfabrik Fulda (Frankfurter Straße 62) erworben werden. Die Masken sind in haushaltsüblichen Mengen bei oben genannten Verkaufsstellen erhältlich, und ab einer Menge von 500 Masken werden industrielle Bedarfe über die Filzfabrik Fulda abgewickelt. +++ pm/ja


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1 Kommentar

  1. Schön dass jetzt auch die Filzfabrik in das lukrative Geschäft mit den "Schutzmasken" eintritt.
    Wie viel dann wohl so eine Maske kosten wird? 12 EUR wie zum Beispiel bei TRIGEMA?
    Oder noch mehr?

    Mag ja sein, dass sich gut verdienende Fuldaerinnen und Fuldaer das leisten können!

    Aber was bitte schön sollen ab Montag die ganzen Sozialleistungsbezieher machen?

    Wissen eh nicht, wo sie sich anstecken sollten, da sie sowieso den ganzen Tag zuhause rumsitzen.

    Und dann sollen sie auch noch viel Geld für völlig unsinnige Masken ausgeben, wenn sie mit ihrem wenigen Geld mal beim ALDI einkaufen gehen? Was für ein absoluter Schwachsinn!

    Der Hartz IV Regelsatz ist eh knapp bemessen und verpflichtet zu einer BESCHEIDENEN Lebensführung. So ein Luxus wie teure Stoffmasken ohne jeglichen echten Schutz für den Träger sind da nicht drin.

    Doch die hohe Politik denkt nicht im MINDESTEN daran, die armen Menschen hier im Fuldaer Raum kostenlos mit Masken auszustatten. Masken, die aus Baumwolle und daher waschbar sind.

    Da heißt es man solle sich die selber aus Stoffresten nähen. Aber bitte schön wer hat als Hartz IV Bezieher schon eine Nähmaschine und kann damit umgehen? Und Stoffreste hat auch nicht jeder zu hause rumliegen. Und die alte Tischdecke von Tante Agnes? Schon längst verkauft oder verschenkt!

    Im Übrigen: Wie groß ist bei ca. 300 Infizierten im Landkreis Fulda (ca. 200.000 Einwohner) die Chance, sich mit Corona anzustecken. Die Wahrscheinlichkeit, von einem dummen Autofahrer überfahren zu werden oder von einem abstürzenden Flugzeug erschlagen zu werden dürfte da wesentlich höher sein.

    HERR SCHMEISS HIRN HERUNTER!

    Ave Idioticus! Moreturi te salutant!

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