FDP lehnt Abschaffung von Kurzstreckenflügen ab

Verbotsfetisch

Flughafen

Die FDP hat Plänen der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, perspektivisch Billig- und Kurzstreckenflüge abschaffen zu wollen, eine Absage erteilt. „Wir wollen kein Mikro-Management des täglichen Lebens durch Frau Baerbock“, sagte FDP-Parlamentsgeschäftsführer Marco Buschmann der „Saarbrücker Zeitung“. Der Vorschlag sei ein klassisches Beispiel für den „Verbotsfetisch“ der Grünen, so Buschmann weiter. Ein solcher Weg sei zur Erreichung der Klimaziele aber der falsche. Die Menschen und die Betriebe bräuchten auch in der Klimapolitik Spielräume und Flexibilität. „Besser wäre es, die CO2-Ausstoßmengen für Deutschland fest zu deckeln gemäß dem Pariser Klimaabkommen. Wie sie dann genutzt werden, können wir Angebot und Nachfrage überlassen“, so Buschmann.

Auch Union weist Baerbock-Vorstoß zurück

Nach der FDP hat auch die Union die Pläne der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock zurückgewiesen, Kurzstreckenflüge teurer zu machen und perspektivisch abzuschaffen. Deutliche Preiserhöhungen im Flugverkehr seien „der falsche Ansatz“, sagte Unionsfraktionsvize Ulrich Lange (CSU) dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Wichtig sei, dass die Flugreise auch weiterhin für jeden finanzierbar bleibe. „Deshalb verbieten sich unverhältnismäßige Preiserhöhungen. Es wäre unsozial, wenn der Flug in den Urlaub ein Privileg für Wohlhabende würde. Das ist mit der CDU/CSU nicht zu machen“, fügte der Verkehrspolitiker hinzu. „Intelligenter ist es, in mehreren Stufen die Dekarbonisierung des Luftverkehrs mit der Nutzung CO2-armer Treibstoffe voranzutreiben“, forderte Lange. Mit grünem Kerosin ließen sich große Mengen an CO2 einsparen, so der CSU-Politiker. +++

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Letzte Aktualisierung: 28.09.2022, 05:22 Uhr
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