FDP-Chef Lindner: "Frau Merkel ist politisch erschöpft"

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Christian Lindner (FDP)

Genau ein Jahr nach der Bundestagswahl fällt FDP-Chef Christian Lindner über den Zustand der Bundesregierung ein scharfes Urteil. "Der Führungsauftrag liegt bei der Bundeskanzlerin. Bei allem Respekt vor ihrer Person, ihrem Humor und ihrer Erfahrung - Frau Merkel ist politisch erschöpft, Frau Merkel hat fertig", sagte Lindner der "Bild". Es fehle neues Denken. "Ich sehne den Tag herbei, an dem man wieder sagt, dort ist jemand, an dessen Ideen möchte man sich reiben oder sie unterstützen. Merkel hält den Laden nur mit Geldgeschenken an die Wähler zusammen", so Lindner. Unter ihrer Führung sei kein Aufbruch möglich. Über CSU-Chef Horst Seehofer und SPD-Chefin Andrea Nahles sagte Lindner: "Horst Seehofer besitzt das richtige Gespür, dass wir die Zuwanderung neu regeln müssen. Er verwechselt aber Ordnung in der Flüchtlingspolitik mit kultureller Abschottung. Dabei müssen wir die Talente als Fachkräfte nach Deutschland einladen. Frau Nahles hat das Lehrerzimmer an die Grünen verloren und die Werkstätten an die AfD, weil die SPD inhaltlich zerrissen ist." Über den Maaßen-Streit sagte Lindner der Zeitung: "Aus dieser Geschichte wird aber die ganze Politik Schaden nehmen. Die Leute fragen sich, was da in Berlin los ist. Und wann die Alltagssorgen der arbeitenden Mitte des Landes Thema werden. Wegen der schlechten Umfragen ist aber wahrscheinlich, dass die GroKo sich bis 2021 durchschleppt, weil alle Angst vor Neuwahlen haben." +++


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1 Kommentar

  1. Herrn Linders Erkenntnisse kommen reichlich spät. Abgesehen davon, dass er noch im letzten Jahr mit dieser Frau über eine Regierungskoalition verhandelte, ist Frau Merkel meiner Meinung nach von Anfang - d. h. seit 12 Jahren - an eine Fehlbesetzung. Da hatte seinerzeit sogar Gerhard Schröder recht: Die kann es nicht. Ihr Handeln bestand hauptsächlich darin, sich lästige Kritiker durch eine rigorose Personalpolitik vom Halse zu halten, so dass am Ende nur noch Jubler und Speichellecker übrig geblieben sind. Und wie es ist, wenn mal jemand eine völlig falsche Einschätzung von ihr hinterfragt, zeigt das Beispiel Maaßen sehr gut. Da nun auch noch der letzte möglicherweise verbliebene kriitische Geist Bescheid weiß, was ihm passiert, wenn er den Mund gegen die "Königin" aufmacht, wird künftig nur noch ein merkelscher Einheitsbrei über das Land wabern, zumal die "Leitmedien" sich ebenfalls dieser Einheitssoße kritiklos ergeben haben. Manche sagen auch "DDR.2". Hoffentlich kommt unser Land mal aus dieser Lethargie raus. Herr Linder, übernehmen Sie!

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