Fulda. Nachdem die Frauenwoche seit 20 Jahren stattfindet und die Gleichstellungsstelle der Stadt Fulda jetzt eine neue Amtsleiterin hat, will die FDP eine neue Veranstaltungsstruktur dieser Woche. Der Fokus einer solchen Veranstaltungswoche soll, nach den Vorstellungen der Freien Demokraten, mehr auf den Familien und weniger nur bei den Frauen liegen. Denn, „Was der Mittelstand für die Wirtschaft, ist die Familie für die Gesellschaft“, so der Fraktionsvize Helge Mühr.
Die Gleichstellung und Gleichberechtigung der Geschlechter ist in unserer Gesellschaft mittlerweile verankert und respektiert. Dazu haben auch neue Gesetze geholfen. Die Herausforderungen der heutigen Familien dagegen sind vielfältig und das traditionelle Familienbild gerät ins wanken. Unsere Gesellschaft erfindet sich neu und immer neue Kulturkreise kommen hinzu. In Fulda gibt es sehr viele Vereine, Verbände und Selbsthilfegruppen die mit ihren Angeboten Familien Information und Hilfe anbieten.
Deshalb hat die FDP-Stadtverordnetenfraktion folgenden Antrag an den Magistrat der Stadt Fulda gestellt. Die jährlich von der Stadt Fulda ausgerichtete Frauenwoche wird ersetzt durch eine Familienwoche. Diese findet zeitlich um den internationelen Tag der Familie am 15. Mai statt und endet mit einem Fest der Familie. In dieser Woche wird den Vereinen, Verbänden, Selbsthilfegruppen und Institutionen rund um die unterschiedlichen Formen der heutigen modernen Familien Gelegenheit gegeben, sich und ihre Arbeit vorzustellen und Anregungen zu geben.
Dazu zählen z.B. die Deutsche Familienstiftung, die MÜTZE, Ehrziehungsberatungsstelle, Adotivvermittlung, SKF, Pro Familia, private und kommunale Träger von Kitas und Bildungseinrichtungen, Tagesmütter, Frauengruppen, Alleinerziehende, gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften u.v.a. +++

Mehr als zwanzig Jahre Frauenwoche und was hat sie verändert? Der alte Geschlechterkampf der Alice Schwarzer ist doch kein Thema mehr für die neuen Frauen und Männer.Da gibt es ganz andere Themen wie Bildung, Vereinbarkeit von Job und Familie, Zusammenleben in Partnerschaften wie auch immer, Kinderbetreuung usw. Das alles kann durch städtische Mittel thematisiert werden.
Einen Shitstorm gibt es eben nur bei unsinnigen Ideen und Vorschlägen.
Es ist sicherlich nicht die Aufgabe der Stadt, die Ungleichbehandlung der Frau weltweit, Unterdrückung, Beschneidung von Mädchen und Frauen in Kriegs und Krisengebieten mit kommunalen Steuermitteln zu finanzieren. Dafür gibt es Vereine. Das ist sicher nicht die Aufgabe der Gleichstellungsbeauftragten.
Und für schlechte Bezahlungen ist auch nicht die Stadt zuständig.
Und was hat der Internationale Frauentag bitte damit zu tun? Um dessen Abschaffung geht es doch hier gar nicht. Zumindest kann ich sowas überhaupt nicht herauslesen.
Senta scheint ein wenig verwirrt zu sein.
Ich finde das völlig legitim und in Ordnung.
Komisch kein shitstorm. Als irgendeiner auf die hirnrissige Idee kam den Sankt Martinsumzug umzubenennen brach ein shitstorm Sondergleichen aus. Jetzt, wo die FDP so einen Mist verzapft passiert …… nix. Gibt es nicht genügend Gründe an die Ungleichbehandlung der Frau weltweit zu denken? Was ist mit sexueller Nötigung, Unterdrückung, Beschneidung von Mädchen und Frauen in Kriegs und Krisengebieten?
Und in Deutschland? Warum werden Frauen in sozialen Berufen so schlecht bezahlt? Da stellt sich die Machtfrage. Nur wer die Macht in einem Land hat bestimmt die Spielregeln.
Oder will man einen Gedenktag verbannen der aus der Schmuddelecke des Sozialismus kommt? Das dazu sagt Wikipedia. Der Internationale Frauentag, Weltfrauentag, Frauenkampftag, Internationaler Frauenkampftag oder Frauentag ist ein Welttag, der am 8. März begangen wird. Er entstand als Initiative sozialistischer Organisationen in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen und die Emanzipation von Arbeiterinnen. Die Vereinten Nationen erkoren ihn später als Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden aus
Den Vorschlag halte ich für sehr überlegenswert.
Hubert Schulte, Landesvorsitzender des Familienbundes der Katholiken
Die Frauenwoche geht doch schon seit Jahren am Gros der Frauen in Deutschland vorbei. Da ging es z.B. um „Selbstbestimmung in der Fremde“, „muslimisches Frauenbaden“, „Frauen auf der Flucht“, „Lesben in Fulda“, „Opfer des Feminismus“, „Frauen der Reformation“, „Frauen im Mittelalter“, … – mit Verlaub, das interessiert doch kaum jemanden!
Eine Familienwoche mit Fokus auf die traditionelle Familie im modernen, digitalen Zeitalter halte ich für wertvoller und interessanter.