Falsche Polizeibeamte scheitern in Eichenzell – 26-Jährige nach fingierter Geldübergabe festgenommen

Polizei11

Dank des umsichtigen Verhaltens einer 57-jährigen Frau aus der Gemeinde Eichenzell ist ein versuchter Telefonbetrug am Montagabend gescheitert. Im Zuge einer fingierten Geldübergabe nahmen zivile Einsatzkräfte der Polizei eine 26 Jahre alte Tatverdächtige fest.

Nach Angaben der Polizei wurde die 57-Jährige gegen 19.35 Uhr von Betrügern telefonisch kontaktiert. Ein ihr unbekannter Mann gab sich als Polizeibeamter aus und behauptete, ihre Vermögenswerte seien in Gefahr. Um diese angeblich zu schützen, sollten Geld und Wertsachen von der Polizei abgeholt und in Sicherheit gebracht werden.

Die Frau erkannte den Betrugsversuch jedoch frühzeitig und verständigte über den Notruf die Leitstelle des Polizeipräsidiums Osthessen. Gleichzeitig hielt sie das Gespräch mit den Anrufern aufrecht und vereinbarte in Absprache mit der Kriminalpolizei eine fingierte Geldübergabe an ihrer Wohnanschrift.

Die sofort alarmierten zivilen Einsatzkräfte konnten dort eine 26-jährige deutsche Staatsangehörige aus dem Landkreis Minden-Lübbecke festnehmen. Zur Durchführung weiterer polizeilicher Maßnahmen wurde die Frau zur Polizeistation Fulda gebracht und vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Fulda wurde sie nach Abschluss der Maßnahmen am Dienstagmorgen wieder entlassen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang erneut auf die unterschiedlichen Maschen von Trickbetrügern hin. Bürger sollten misstrauisch sein, wenn sich Anrufer als Polizeibeamte oder Justizmitarbeiter ausgeben und Geld oder Wertsachen fordern. In solchen Fällen empfiehlt die Polizei, das Gespräch sofort zu beenden, selbst die Polizei zu verständigen und niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen zu übergeben. Zudem sollten Angehörige, Freunde und Bekannte über aktuelle Betrugsmaschen informiert werden.

Nach Angaben der Polizei passen Betrüger ihre Vorgehensweise gezielt an die Ängste ihrer Opfer an und halten diese häufig durch andauernde Telefonate davon ab, mit Angehörigen Kontakt aufzunehmen. Dadurch werde der Irrtum aufrechterhalten und Betroffene seien mitunter bereit, hohe Geldbeträge zu übergeben. Scham oder der Rückzug aus dem sozialen Umfeld spielten den Tätern zusätzlich in die Hände. Die Polizei appelliert daher, offen über solche Vorfälle zu sprechen und sich bei einem Betrugsverdacht umgehend an die Polizei zu wenden. +++


Popup-Fenster

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*