Erster Spatenstich zum Umbau der Kläranlage Flieden

Die bestehende Anlage konnte im Rahmen der Veranstaltung besichtigt werden

Flieden. Mit einem symbolischen ersten Spatenstich wurde am 1.9. die Bauphase des Umbaus der Kläranlage in Flieden begonnen. Neben Mandatsträgern aus Gemeindevertretung, Gemeindevorstand und den Ortsbeiräten nahmen an der Veranstaltung auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger teil. Sie nutzen die Gelegenheit, sich aus erster Hand über den bevorstehenden Umbau zu informieren.

Bürgermeister Christian Henkel begrüßte die Gäste und erläuterte den Werdegang des Projektes bis zum jetzt beginnenden Umbau. Eine umfangreiche Planungsphase war erforderlich, um viele Rahmenbedingungen zu erfassen. So erfolgte u.a. eine Neubemessung der nominellen Reinigungsleistung der neuen Anlage. Während die bestehende Teichkläranlage für 13.500 Einwohnerwerte (EW) ausgelegt war, wird dieser Wert nach dem Umbau nur noch 11.600 EW betragen. Die Anlage ist dennoch leistungsfähig genug, neben den angeschlossenen Privathaushalten auch die anfallenden gewerblichen Abwässer zu verarbeiten. Auch der Anschluss der Haushalte von Magdlos und Stork, die heute noch an die Anlage in Magdlos angeschlossen sind, ist mit einkalkuliert. Mittelfristig ist vorgesehen, die aus den 1960er Jahren stammende Anlage in Magdlos stillzulegen.

Bürgermeister Henkel betonte, dass die Abwasserreinigung eine wichtige technische Errungenschaft sei. Die Verantwortung für Wasser sowie die Reinhaltung von Gewässern insgesamt sei von enormer Bedeutung für unsere Gesellschaft und liege in der Verantwortung eines jeden Einzelnen wie auch der Kommunen. Für die notwendigen Maßnahmen zur Abwasserreinigung müssten dementsprechend auch die dafür erforderlichen Mittel bereitgestellt werden. Die vor etwa 27 Jahren in Betrieb gegangene Teichkläranlage im Fliedetal wies in den vergangenen Jahren einen zunehmend großen Sanierungsbedarf auf. Zudem sei die Anlage heutigen technischen Anforderungen nicht mehr gewachsen, weshalb die Gemeindevertretung die Entscheidung für einen Teilneubau getroffen hatte. In der neuen Anlage wird die Abwasserreinigung nach dem BIOCOS-Verfahren durchgeführt, das eine vergleichsweise einfache Steuerung und geringen Betriebsaufwand ermöglicht.

Die bestehende Anlage konnte im Rahmen der Veranstaltung besichtigt werden. Ihr Betriebsverfahren wurde dabei erläutert. Die Planer der neuen Anlage erklärten die bevorstehenden Umbauschritte und gingen auch auf einzelne Fragen der Besucher ein. Bürgermeister Henkel kündigte an, auch während der Bauarbeiten die Bevölkerung zu Baustellenbegehungen einladen zu wollen, um den Fortgang des Umbaus, der mit Gesamtkosten von rund 7,8 Mio. Euro einen erheblichen Umfang hat, den Bürgerinnen und Bürgern zu erläutern. +++ pm

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Letzte Aktualisierung: 08.08.2022, 06:22 Uhr
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