Eric Laufenberg verlässt Staatstheater Wiesbaden

Fdi mediendienst
Timon Gremmels (SPD)

Am Staatstheater Wiesbaden gab es schon länger ein Streit um Intendant Uwe Eric Laufenberg. Jetzt hat sich der neue hessische Kunstminister Timon Gremmels (SPD) eingeschaltet. Laufenberg verlässt das Staatstheater – laut Ministerium in beiderseitigem Einvernehmen, wie das Ministerium mitteilte

Timon Gremmels, Hessischer Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, hat sich unmittelbar nach seinem Amtsantritt mit dem Intendanten des Staatstheaters Wiesbaden, Uwe Eric Laufenberg, zu einem Gespräch getroffen. Beide Seiten haben beschlossen, die gemeinsame Arbeit nach fast zehn Jahren zum 22. Januar 2024 zu beenden. Uwe Eric Laufenberg wird seine Arbeit zu diesem Datum im Staatstheater Wiesbaden einstellen und dort weder weiter spielen noch inszenieren, heißt es weiter. Minister Gremmels: „Ich freue mich, dass in dem lang schwelenden Konflikt nun einvernehmlich ein Lösungsansatz gefunden werden konnte. Mir war vor allem wichtig, schnell ein umfassendes Bild der Situation zu erhalten. Ich danke Intendant Laufenberg für seine gute künstlerische Arbeit in Wiesbaden.“

In die Lösungsfindung war auch die Landeshauptstadt Wiesbaden als weitere Trägerin des Hauses ins Benehmen gesetzt. Dazu Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende: „Der heutige Schritt soll ermöglichen, dass im Staatstheater Ruhe einkehrt und nun endlich wieder die künstlerische Strahlkraft des Staatstheaters im Fokus steht.“ Uwe Eric Laufenberg: „Ich danke Minister Gremmels für seine Initiative. Ich hoffe, durch diesen Schritt dazu beitragen zu können, dass für das Publikum und die Mitarbeitenden des Theaters eine gute Perspektive geschaffen wird. Ich danke auch dem Publikum und allen Mitarbeitern für die gute gemeinsame Zeit und freue mich auf neue Herausforderungen.“ Über die Bedingungen der Vertragsauflösung ist Stillschweigen verabredet worden. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur führt zeitnah Gespräche mit den Spartenleitungen des Hauses zur weiteren Programmgestaltung.

FDP: Skandale müssen aufgearbeitet werden

Stefan Naas Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, hat den Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels in die Pflicht genommen, das Staatstheater Wiesbaden nach dem Weggang von Intendant Uwe Eric Laufenberg in ein ruhigeres Fahrwasser zu bringen. „Der neue Minister hat von seiner Vorgängerin zwei große Baustellen in der Kulturpolitik geerbt: das Staatstheater Wiesbaden und die documenta in Kassel. Am Staatstheater kommt es jetzt darauf an, die Skandale und Machtkämpfe der vergangenen Jahre aufzuarbeiten und einen Neustart zu ermöglichen“, erklärt Naas. „Dass Staatstheater Wiesbaden muss seiner Rolle als Leuchtturm der hessischen Kulturszene wieder gerecht werden können. Dafür müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ruhe arbeiten und ihr künstlerisches Potenzial entfalten können.“

Naas fordert den neuen Minister auf, sich mit gleicher Dringlichkeit wie ums Staatstheater auch um die documenta zu kümmern. „Der Antisemitismusskandal bei der documenta 15 hat die Kunstschau in eine nie dagewesene Krise gestürzt. Sie braucht eine Neuorganisation von Grund auf, um ihre internationale Bedeutung zu behalten. Dabei muss es Priorität sein, die documenta am Standort Kassel zu sichern und erneute antisemitische Vorfälle zu verhindern.“

Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, hat den Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels in die Pflicht genommen, das Staatstheater Wiesbaden nach dem Weggang von Intendant Uwe Eric Laufenberg in ein ruhigeres Fahrwasser zu bringen. „Der neue Minister hat von seiner Vorgängerin zwei große Baustellen in der Kulturpolitik geerbt: das Staatstheater Wiesbaden und die documenta in Kassel. Am Staatstheater kommt es jetzt darauf an, die Skandale und Machtkämpfe der vergangenen Jahre aufzuarbeiten und einen Neustart zu ermöglichen“, erklärt Naas. „Dass Staatstheater Wiesbaden muss seiner Rolle als Leuchtturm der hessischen Kulturszene wieder gerecht werden können. Dafür müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ruhe arbeiten und ihr künstlerisches Potenzial entfalten können.“

Naas fordert den neuen Minister auf, sich mit gleicher Dringlichkeit wie ums Staatstheater auch um die documenta zu kümmern. „Der Antisemitismusskandal bei der documenta 15 hat die Kunstschau in eine nie dagewesene Krise gestürzt. Sie braucht eine Neuorganisation von Grund auf, um ihre internationale Bedeutung zu behalten. Dabei muss es Priorität sein, die documenta am Standort Kassel zu sichern und erneute antisemitische Vorfälle zu verhindern.“ +++


Popup-Fenster