Die Eiterfelder Grünen unterstützen die geplante Umrüstung der Erdgas-Verdichterstation im Ortsteil Reckrod. Die Anlage liegt – wie zahlreiche andere Stationen – an den Haupttrassen der Pipelines Midal, der 679 Kilometer langen Mitte-Deutschland-Anbindungs-Leitung, und Stegal, der 313 Kilometer langen Sachsen-Thüringen-Erdgasleitung. Dort wird Erdgas für den Weitertransport verdichtet. Die Gemeindevertretung Eiterfeld hatte die Entscheidung zur Umrüstung mehrheitlich getroffen.
„Das ist ein Meilenstein für die lokale Wertschöpfung und den Klimaschutz“, sagte Joachim Nophut, Fraktionsvorsitzender der Eiterfelder Grünen. „Während andere noch über die Energiewende diskutieren, zeigen wir in Eiterfeld, wie sie gelingt: Der Strom für die Verdichter kommt vielleicht sogar aus unseren eigenen Windkraftanlagen in Buchenau, die effizient, klimafreundlich und wirtschaftlich sinnvoll arbeiten.“
Der Landkreis Fulda zählt Eiterfeld zu den führenden Kommunen bei der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien. Nach Angaben der Grünen kann die Marktgemeinde ihren Strombedarf theoretisch bis zu 80 Prozent selbst decken und gehört damit hessenweit zu den zehn stärksten Kommunen im Bereich erneuerbarer Energien. In Spitzenzeiten von Sonne und Wind speist Eiterfeld zudem überschüssigen Strom ins Netz ein. Die geplante Umstellung der Verdichterstation unterstreiche diese Position, betonte Nophut. „Früher gab es gegen Windkraft noch Widerstand – heute profitieren wir alle von den Einnahmen und der Unabhängigkeit fossiler Brennstoffe. Unser langjähriges Engagement für erneuerbare Energien zahlt sich jetzt aus – im wahrsten Sinne des Wortes.“
Die Windanlagen in Buchenau, die Verdichterstation und das Umspannwerk Eiterfeld liegen weniger als fünf Kilometer voneinander entfernt. Diese räumliche Nähe könne eine direkte und verlustarme Stromnutzung ermöglichen. Damit würde die Station nicht nur klimaneutral betrieben, sondern zu einem möglichen Leuchtturmprojekt für eine dezentrale Energieversorgung. +++
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