Eine neue Optik für die Lichtbergschule in Eiterfeld

Woide: „Schule muss bildungskonform sein!“

Eiterfeld. Das Architektur- und Ingenieurbüro trapp & wagner aus Hünfeld-Mackenzell geht beim Realisierungswettbewerb im Kontext des Neubaus der Lichtbergschule Eiterfeld als Sieger hervor. Das hatten am Montag der Landrat des Landkreises Fulda Bernd Woide (CDU) und der Vorsitzende des Preisgerichts Prof. Dr. Alexander Reichel in der Turnhalle der Lichtbergschule bekanntgegeben. Bei der europaweit ausgeschriebenen Baumaßnahme waren 90 Bewerbungen eingegangen.

Lichtbergschule in EiterfeldEntschieden hatte man sich letztendlich für 18 (Wettbewerbs-)Entwürfe, diese gewürdigt wurden und noch bis eine Woche (nach der Bekanntgabe des Preisträgers) in der Turnhalle der Lichtbergschule (Schulstraße 20) ausgestellt sein werden, umso interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, diese in Augenschein nehmen zu können. Wie Bernd Woide am Montag bekundete, sei der Siegesentwurf aber noch nicht ausgereift. Dies könne und dürfe er, als Entwurf, auch nicht sein. Als nächster Schritt stehen daher das in Kontakttreten mit dem Planungsbüro an, um aus dem Wettbewerbsentwurf ein Genehmigungsverfahren erwachsen zu lassen.

Bernd Woide: „Eine Schule, wie die Lichtbergschule, die neben einer Grund-, Haupt- und Realschule, auch ein Gymnasialer Zweig inkludiert, nachdem sie in die Jahre gekommen ist, erneuern zu lassen, hat nicht nur aus baufachlicher Sicht Gründe. So ist eine moderne und zeitgemäße Schule immer auch ganz anders bildungskonform und hat Auswirkung auf den Bildungs-und Erziehungsgrad der Schülerinnen und Schüler.“ Daneben dankte Bernd Woide in Verantwortlichkeit und Position als Schulträger allen Architekturbüros für ihr Engagement.
Preisgerichtsvorsitzender Prof. Dr. Alexander Reichel sagte am Montag, dass ein Wettbewerbsverfahren im Eigentlichen ein sehr altes Verfahren sei, dennoch verdienen es gerade große Gebäude, dass man sie einem Wettbewerbsverfahren unterzieht.

Prof. Dr. Alexander Reichel: „Gebäude prägen einen ganz wichtigen und auch wesentlichen Abschnitt unseres Lebens. Ein Viertel unseres Lebens verbringen wir in der Schule und Bildungseinrichtungen.“ Des Weiteren erläuterte der Vorsitzende des Preisgerichts den aufwändigen Prozess eines Wettbewerbsverfahrens und betonte, dass nicht nur der Landkreis Fulda, als Schulträger, sondern auch ein Schulkolloquium – bestehend aus Lehrerinnen und Lehrern der Lichtbergschule – sowie ein Team von unabhängigen Architekturbüros, hier als Juror fungiert.

Typos, Topos, Typologie

Die verschiedenen Kriterien, wie zum Beispiel „das Integrieren der Schullandschaft in die Landschaft (Umgebung)“, „das ‘Deutlich Werden’, dass aus einem einzigen Gebäude, ein Ganzes Schulsystem erwächst“, „das Verdeutlichen der Clusterbildung“, d. h. die räumliche Verbindung der einzelnen Klassenräume, die in ihrem Erscheinungsbild transparent wirken und dennoch für seinen Betrachter einzeln zu erschließen sind, „das Anlegen des Schulhofes, als Gesamtkonzept, bei diesem dennoch eine Zonenbildung zu erkennen ist“ sowie „das Erkennen des eines räumlichen Zusammenhangs trotz einzelnen Gebäude und das Herausarbeiten einer Struktur, die, trotz Kräfte, die an einem Gebäude zerren, dennoch die Wirkung haben zu bestehend“, haben letztlich dazu geführt, das Architektur- und Ingenieurbüro trapp & wagner beim Realisierungswettbewerb Lichtbergschule Eiterfeld als Sieger hervorgehen zu lassen.

Darauf angesprochen, wann denn damit zu rechnen sei, die Lichtbergschule in Eiterfeld so in Augenschein, wie heute präsentiert, nehmen zu können, wagte Landrat Bernd Woide ein vorsichtiges 2020. War sich der Schulträger am Montag, was die Fertigstellung der Gesamtschule anbetrifft, auch noch nicht so gewiss, in einem Punkt war es: Die Lichtbergschule in Eiterfeld wird die modernste Schule im Landkreis Fulda. +++ (jessica auth)

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2 Kommentare

  1. Ein guter und sachlicher Bericht. Wenn man sich in Osthessen die “sogenannten O-P…”anschaut, läuft es einem, als ehemalige Journalistin, eiskalt den Rücken runter. Wie konnte sich nur so etwas in der Region etablieren? Das ist eine Frage, die ich mir immer wieder stelle. Da ist ja die heimische Zeitung noch wesentlich besser! Auf Veranstaltungen werden einige dieser Jour… – ich weiß gar nicht, wie ich sie nennen soll – umarmt und was sonst noch alles. Eigentlich ein Unding! Als Journalistin oder Journalist, sollte man sich immer auf Distanz halten. Das ist im Fall von “Bratwurtjournalismus” nicht der Fall. Hier entscheidet dann die Nähe des Mammon. Die Frage nach dem: “Was ist los in Osthessen?” – muss ich mir nicht stellen, denen scheint es völlig egal zu sein. Jahrelange CDU-Herrschaft, haben die Osthessen, hortenlastig gemacht. Was man aber über die Menschen in der Region in anderen Gefilden der Republik denkt, sollte einem nicht egal sein. Auch der ein oder andere Bürgermeister sollte sich einmal hinterfragen.

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