Ehemaliger Erzieher aus Grebenhain wegen sexuellen Missbrauchs in Untersuchungshaft

Polizei11

Schwerer Verdacht im Vogelsberg: Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Gießen ist am Dienstag ein 34 Jahre alter deutscher Staatsangehöriger einem Ermittlungsrichter vorgeführt worden. Gegen den Mann wurde Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des sexuellen Missbrauchs von schutzbefohlenen Kindern in sechs Fällen sowie wegen der Herstellung kinderpornographischer Inhalte erlassen. Der bislang nicht vorbestrafte Beschuldigte machte bei seiner Vorführung von seinem Schweigerecht Gebrauch und befindet sich inzwischen in einer hessischen Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft.

Den Ermittlungen gingen umfangreiche polizeiliche Nachforschungen auf einschlägigen Portalen im Darknet voraus. Diese führten zunächst zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts auf Besitz kinderpornographischer Inhalte gegen den aus dem Vogelsbergkreis stammenden Mann.

Im weiteren Verlauf der Untersuchungen erwirkte die Staatsanwaltschaft einen Durchsuchungsbeschluss, der am Montag (23.02.) von der osthessischen Kriminalpolizei vollstreckt wurde. Dabei stellten die Ermittler zahlreiche Datenträger sowie weitere mögliche Beweismittel sicher.

Bei einer ersten Auswertung der sichergestellten Datenträger entdeckten die Beamten diverses Bild- und Videomaterial. Nach derzeitigen Erkenntnissen soll der Beschuldigte, der bis zu seiner Festnahme als Erzieher in einer Kindertagesstätte in Grebenhain tätig war, während seiner Berufsausübung insgesamt sechs Jungen im Alter von etwa vier Jahren sexuell missbraucht und entsprechende Aufnahmen gefertigt haben. Die Identität der betroffenen Kinder ist bislang noch nicht abschließend geklärt.

Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern unter Hochdruck an. Insbesondere die Auswertung der sichergestellten Datenträger sowie zahlreiche Zeugenvernehmungen nehmen derzeit viel Zeit in Anspruch. Nach aktuellem Stand kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren Übergriffen gekommen ist.

Aus ermittlungstaktischen Gründen und zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der Beteiligten können derzeit keine weiteren Auskünfte erteilt werden. Die Polizei steht nach eigenen Angaben im engen Austausch mit den Betroffenen und stellt gemeinsam mit den zuständigen Fachstellen eine umfassende Betreuung und Unterstützung sicher. +++


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