DRK Kreisverband Fulda und Klinikum Fulda stärken Notfallversorgung von Neugeborenen

Wenn es um das Leben der Kleinsten geht, zählt jede Sekunde. Präzision, High-End-Technik und vor allem der Faktor Zeit sind entscheidend für die medizinische Betreuung von Neugeborenen. Um die Sicherheit für Früh- und Risikogeborene in der Region weiter zu erhöhen, intensivieren der DRK Kreisverband Fulda e.V. und das Klinikum Fulda ihre bewährte Zusammenarbeit – und setzen dabei auf ein neues, spezialisiertes Einsatzfahrzeug, das in kritischen Situationen noch schneller lebenswichtige Hilfe ermöglichen soll. Bereits seit einiger Zeit ist am Klinikum Fulda ein speziell konzipierter Baby-Krankentransportwagen (Baby-KTW) des DRK Fulda stationiert. Das Fahrzeug verfügt über eine besonders umfangreiche medizinische Ausstattung und eine spezielle Federung, um Inkubatoren sicher transportieren zu können. Im Notfall rückt der Baby-KTW gemeinsam mit einem Team der Kinderklinik aus – bestehend aus einem Neonatologen und einer Kinderkrankenschwester – unterstützt von zwei Rettungsdienstmitarbeitern des DRK Fulda.

Schnelligkeit als entscheidender Faktor

Da bei geburtshilflichen Notfällen jede Minute zählt, wurde das bestehende Konzept nun entscheidend erweitert: Ein neues Zubringerfahrzeug ermöglicht es dem diensthabenden Neonatologen, vorausfahrend schnellstmöglich am Einsatzort einzutreffen – insbesondere auch dann, wenn er sich nicht unmittelbar am Standort des Baby-KTW befindet. Auf diese Weise kann die lebenswichtige Erstversorgung des Neugeborenen noch früher beginnen. Privatdozent Dr. Thomas Menzel, Sprecher des Vorstands des Klinikums Fulda, und Michael Wilhelm, Vorstand Administration, betonen die strategische Bedeutung dieser Kooperation. Die Sicherheit der kleinsten Patienten habe höchste Priorität, erklären sie. Durch die enge Verzahnung mit dem DRK und die Bereitstellung des neuen Zubringerfahrzeugs werde die Rettungskette in der Region Fulda entscheidend optimiert. Ziel sei es, hochspezialisierte Medizin so schnell wie möglich direkt zum Patienten zu bringen – unabhängig davon, wo die Geburt stattfindet.

Medizinische Expertise direkt vor Ort

Auch bei außerklinischen Geburten kann die Anwesenheit eines Neonatologen erforderlich sein. Im Landkreis Fulda besteht für ungeplante außerklinische Geburten eine Kooperation zwischen dem Rettungsdienst und den teilnehmenden Hebammen im Projekt „Hebamme vor Ort“. Damit wird sichergestellt, dass medizinische Expertise schnell verfügbar ist, wenn jede Minute über den weiteren Verlauf entscheiden kann. Prof. Dr. Reinald Repp, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, unterstreicht den medizinischen Nutzen der neuen Struktur. In der Neonatologie sei die erste Stunde nach der Geburt häufig ausschlaggebend für die weitere Entwicklung des Kindes. Mit dem neuen Fahrzeug gewinne das Team wertvolle Zeit, könne flexibler agieren und lebensrettende Maßnahmen bereits einleiten, während der Baby-KTW für den hochspezialisierten Transport noch auf dem Weg sei.

Modernste Technik für den Ernstfall

Bei dem neuen Einsatzfahrzeug handelt es sich um einen Ford Kuga 2,5 Liter Duratec PHEV Automatik mit 243 PS. Ausgestattet mit moderner Sondersignalanlage, Digitalfunk und spezieller medizinischer Ausrüstung ist das Fahrzeug gezielt auf die Anforderungen der Neugeborenen-Notfallversorgung zugeschnitten und soll im Ernstfall maximale Einsatzbereitschaft gewährleisten. Für den DRK Kreisverband Fulda bedeutet die konzeptionelle Erweiterung einen weiteren wichtigen Schritt im Bereich der spezialisierten Notfallmedizin. Vorstandsvorsitzender Christoph Schwab betont, dass mit dem neuen Fahrzeug ein klares Zeichen für eine noch schnellere und effizientere Versorgung der jüngsten und besonders schutzbedürftigen Patienten gesetzt werde. Die verstärkte Kooperation und die neue Einsatzstrategie sollen dazu beitragen, die medizinische Versorgung von Neugeborenen in der Region nachhaltig zu verbessern und im entscheidenden Moment schnelle Hilfe zu garantieren. +++


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