DGB: Stabilisierung des Rentenniveaus kostet “eine Kinokarte”

Leistungsverbesserung würde monatlich 7,29 Euro kosten

Rente

Berlin. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat mehr Klarheit in der Debatte um ein höheres Rentenniveau gefordert. “Es ist den jüngeren Generationen nicht zumutbar, stetig steigende Beiträge zu zahlen und später immer weniger Rente zu bekommen. Das ist der denkbar schlechteste Deal. Das Rentenniveau zu stabilisieren würde den Durchschnittsverdiener im Jahr 2025 dagegen gerade mal 7,29 Euro im Monat kosten – das ist weniger als eine Kinokarte”, sagte Annelie Buntenbach, Mitglied des DGB-Bundesvorstandes, dem “Handelsblatt”. Zur Begründung verwies sie auf die amtlichen Berechnungen zur Entwicklung des Rentenniveaus. Danach wird das Rentenniveau nach geltender Rechtslage im Jahre 2025 auf 46 Prozent gesunken sein. Zugleich steigt bis dahin aber der Rentenbeitrag auf 20,5 Prozent. “Ein bei 47,5 Prozent stabilisiertes Rentenniveau im selben Jahr würde aber nur einen um 0,5 Beitragssatzpunkte höheren Beitragssatz von 21 Prozent erfordern”, so Buntenbach. “In heutigen Werten hieße das für einen Durchschnittsverdiener, dass ihn diese Leistungsverbesserung monatlich 7,29 Euro kosten würde.” +++

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2 Kommentare

  1. Unsinn! Es gehen auch höhere Renten bei gleichbleibenden Beiträgen!
    Fallen Sie nicht auf diese einäugigen Ökonomen, diese unbelehrbaren Rentenpolitiker, diese unsozialen Arbeitgeber, diesen fantasielosen Bsirske, diese fantasielosen Medien herein! Und jetzt redet auch noch Nahles Unsinn – nicht Beamtennüchternheit, nicht Haltelinie ist gefragt, sondern Kreativität und Mut!
    Außergewöhnliche Zeiten (Herausforderung durch Demografie) erfordern außergewöhnliche Maßnahmen! So wie z.B. 1957, als Adenauer eine umfassende Rentenreform im Sinne eines Paradigmenwechsels durchsetzte. Heute ist es wieder soweit. Warum nicht auch eine grundsätzliche Änderung der Rentenformel in Betracht ziehen? Neben Arbeit auch die Produktionsfaktoren Boden und Kapital beitragspflichtig machen, d.h. endlich auch die Wohlhabenderen entsprechend ihren Möglichkeiten in die Finanzierung mit einbeziehen (dieser Vorschlag wird interessanterweise von keiner Seite verfolgt, obwohl naheliegend!)?
    In der Zwischenzeit könnte man die Steuerfinanzierung rentenfremder Belastungen und damit die Korrektur dieses Rentenbetrugs einführen. Auch ein flexibler Renteneintritt wäre zwischenzeitlich sinnvoll.
    Das Ziel ist klar: Altersarmut beseitigen bzw. verhindern, daher Erhöhung des Rentenniveaus auch für die nächste Generation, ohne die Rentenbeiträge der arbeitenden Bevölkerung weiter zu erhöhen! Das soll nicht gehen? Gehirn einschalten und kreativ rangehen! Auch Adenauer hat seinerzeit das Unmögliche geschafft. Aber wo ist heute Adenauer?

    Bis das passiert, mein Tip:

    http://youtu.be/BgVWI_7cYKo
    http://youtu.be/TgAi7qkD8qg
    http://youtu.be/mQvThNJkKbA

    Viel Spaß beim Anhören.

  2. Nach einer Umfrage der IG Metall sind 75 Prozent der Arbeitnehmer für eine geringfügige Beitragserhöhung, wenn dadurch das Rentenniveau gehalten werden kann. Leider geht es in Deutschland und vor allem bei dieser Regierung nicht um die Interessen der Menschen, sondern nur um die Interessen der Unternehmen. Und diese haben sich schon längst vom Sozialstaat verabschiedet. Das ist das eigentliche Problem.

Demokratie braucht Teilhabe!