Das erste GWH-HessenHaus entsteht in Fulda

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In Fulda soll das erste sogenannte GWH-HessenHaus gebaut werden. Die Stadt Fulda stellt dafür der bauausführenden Konzerntochter GWH Bauprojekte GmbH ein Grundstück an der Adalbert-Stifter-Straße im Stadtteil Ziehers-Süd im Erbbaurecht zur Verfügung. Der Magistrat gab dazu vor Kurzem grünes Licht. Wenn die Zusammenarbeit weiterhin reibungslos verläuft, könnte der Baustart für die elf öffentlich geförderten Wohnungen noch in diesem Jahr erfolgen.

Mit dem GWH-HessenHaus hat die GWH Wohnungsgesellschaft mit Sitz in Frankfurt und Kassel ein kostenoptimiertes Typen-Neubaukonzept entwickelt, das den Wohnungsbau in Hessen voranbringen soll. Das Konzept war Ende vergangenen Jahres vorgestellt worden.

Fuldas Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld bezeichnete das Projekt als „Leuchtturm“ für den Wohnungsbau in Fulda und in Hessen. „Gerade in Zeiten, in denen viele Investoren die Risiken der derzeitigen Rahmenbedingungen am Bau scheuen, demonstriert das GWH-HessenHaus, wie effektiv dringend benötigter Wohnraum geschaffen werden kann“, sagte er. Besonders freue ihn, dass das erste Projekt dieser Art in Fulda entstehen solle.

Der Standort an der Adalbert-Stifter-Straße im Stadtteil Ziehers-Süd sei unter anderem wegen der Nähe zum Klinikum als größtem Arbeitgeber der Region geeignet. Die Stadt unterstütze das Projekt konkret mit günstigen Konditionen beim Erbbauzins. Dieser liege bei 1,2 Prozent und damit nach Angaben der Stadt auf einem deutschlandweit sehr niedrigen Niveau. Zusätzlich bestehe die Möglichkeit, die entstehenden Sozialwohnungen über ein städtisches Förderprogramm zu unterstützen.

Auch bei der GWH wird das Projekt als Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der Stadt Fulda gesehen. „Mit der Stadt Fulda besteht seitens der GWH seit vielen Jahren eine gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit“, erklärte Christian Wedler, Geschäftsführer der GWH Bauprojekte GmbH. Man freue sich daher, dass Oberbürgermeister Wingenfeld das Konzept des GWH-HessenHauses unterstütze.

Die GWH ist bereits seit Jahren in Fulda aktiv. Zu den jüngeren Projekten gehören der Bau des „Stadttors Pacelliallee“ mit 56 Wohnungen und Mikroapartments in der Nähe des Klinikums, die Modernisierung eines Wohnhauses mit Integration eines neuen Quartiersbüros sowie der Bau eines Mehrfamilienhauses mit 44 Wohnungen in Bahnhofsnähe. Insgesamt verwaltet die GWH in Fulda rund 1.100 Wohnungen, die meisten davon im Stadtteil Ziehers-Süd.

Die Grundidee des GWH-HessenHauses besteht darin, Wohnraum dank detaillierter und effizienter Vorplanung deutlich kostengünstiger zu errichten. Kommunen und Investoren sollen dadurch die Möglichkeit erhalten, auf eigenen Grundstücken schnell und kosteneffizient schlüsselfertige Mehrfamilienhäuser zum Festpreis zu bauen.

„Mit dem GWH-HessenHaus zeigen wir, wie bezahlbarer, guter Wohnungsbau in Zusammenarbeit mit Kommunen schnell und einfach realisiert werden kann“, sagte GWH-Chef Stefan Bürger. Für Städte und Gemeinden könne das Konzept eine vergleichsweise niedrigschwellige und risikoarme Möglichkeit sein, auf Wohnungsknappheit zu reagieren.

Das Typenkonzept erfüllt alle baurechtlichen Vorschriften und Förderbedingungen des Landes Hessen. Vorgesehen sind Wohnungen mit zwei bis fünf Zimmern, die individuell angepasst werden können. Das Modell lässt sich sowohl in massiver Bauweise als auch modular umsetzen.

In Zusammenarbeit mit dem Büro grabowski.spork.architektur wurde ein Basishaus mit den Maßen 12 mal 21 Meter entwickelt. Bei vier Geschossen umfasst dieses Gebäude elf Wohneinheiten. +++


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