Dankgottesdienst für das Engagement der Sternsinger

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Zahlreiche bunt verkleidete Sternsingerinnen und Sternsinger aus dem ganzen Bistum Fulda versammelten sich nach der Dankesfeier vor dem Fuldaer Dom. Foto: Marzena Seidel

Ein buntes Bild bot sich am Samstagvormittag im Fuldaer Dom: Zahlreiche verkleidete Sternsingerinnen und Sternsinger aus dem ganzen Bistum Fulda feierten dort gemeinsam mit Weihbischof und Domdechant Prof. Dr. Karlheinz Diez den Abschluss der diesjährigen „Aktion Dreikönigssingen“. Die Dankesfeier würdigte das Engagement der jungen Leute, die in den vergangenen Wochen in den Gemeinden unterwegs waren. Ihr Einsatz stand unter dem Leitthema „Schule statt Fabrik“ und richtete sich konkret gegen Kinderarbeit in Bangladesch.

In seiner Predigt ging Weihbischof Diez auf die unterschiedlichen Lebensrealitäten von Kindern im Bistum Fulda und in Bangladesch ein, wo viele schon früh arbeiten müssten und eine „harte Wirklichkeit“ erlebten, so Diez. Gott freue sich über das Engagement der Sternsinger: „Wir sollen und dürfen sein Werkzeug sein und Gutes tun für andere“, betonte der Weihbischof. „Denn Gott möchte, dass es allen gut geht.“ Weihbischof Diez rief dazu auf, sich gegenseitig zu helfen und wertzuschätzen – auch über die Sternsingeraktion hinaus. „Vor Gott haben alle Menschen die gleiche Würde. Wir sind alle Kinder Gottes – ob hier, ob in Bangladesch oder sonst wo.“

Szenische Darbietung

Die Thematik der Kinderarbeit wurde in einer kurzen szenischen Darbietung von Sternsingern aufgegriffen. Dabei machten die Kinder deutlich, dass ihr Einsatz Hoffnung geben und Perspektiven eröffnen soll – insbesondere für Gleichaltrige, denen Bildung und Schulbesuch verwehrt bleiben. „Ihr seid nicht allein“, lautete die Botschaft. Gemeinsam könne es gelingen, Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Segen an das Domportal

Nach dem Gottesdienst zogen die Sternsinger gemeinsam mit dem Weihbischof auf den Domplatz. Eine Gruppe aus Fulda-Neuenberg schrieb dort den traditionellen Segen an das Dom-Portal. Anschließend ging es durch die Stadt zur Marienschule, wo Essen, Getränke und Workshopangebote warteten. Verantwortlich dafür waren die Jugendverbände des Bistums Fulda und die Malteser. Mitzelebranten des Weihbischofs waren Diakon Dr. Florian Klug, Pfarrer Daniel Göller und Jugendpfarrer Pater André Kulla OMI. Das Programm im Fuldaer Dom begann mit einer musikalischen Einstimmung unter Leitung von Domkapellmeister Franz-Peter Huber. Beteiligt waren der B-Chor des JugendKathedralChores, die Singklasse III der Domsingschule sowie Sängerinnen und Sänger des letzten Wechsel-Jahrgangs. An der Domorgel spielte Domorganist Max Deisenroth, die Chororgel spielte Ulrich Moormann, Percussion Klaus Schenk.

Besondere Auszeichnung

Eine für sie überraschende Ehrung wurde Marianne Christ aus der Pfarrei St. Martin im Jossgrund zuteil: Die 85-Jährige erhielt eine Urkunde als „Ehren-Sternsingerin“. Wie ihr Heimatpfarrer Daniel Göller betonte, habe Marianne Christ 35 Jahre lang verantwortlich die Aktion begleitet und damit Generationen von Sternsingern geprägt. Für ihr Wirken unter anderem als Küsterin, Kommunionhelferin und Lektorin war sie bereits mit der Elisabeth-Medaille des Bistums Fulda ausgezeichnet worden. „Vor Ihnen habe ich höchste Achtung“, lobte auch Weihbischof Diez.

Sternsinger in Berlin und Wiesbaden

Wie überall in Deutschland haben auch im Bistum Fulda die engagierten Mädchen und Jungen ihren Segen über den Haustüren angebracht. Große Ehre wurde bereits zu Jahresbeginn vier Sternsingerinnen aus der katholischen Pfarrei „Zur schmerzhaften Mutter Gottes“ in Wächtersbach-Aufenau (Main-Kinzig-Kreis) zuteil: Sie waren beim traditionellen Sternsinger-Empfang im Bundeskanzleramt dabei. Eine weitere Sternsinger-Gruppe aus der Fuldaer Stadtpfarrei vertrat das Bistum zudem bei einem Empfang im Hessischen Landtag in Wiesbaden. Auch diese beiden Gruppen waren am Samstag im Dom dabei. +++


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