Corona: Eindringliche Aufforderung von Gesundheitsdezernent Schmitt und Landrat Woide

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Aufgrund mehrerer konkreter Fälle fordern Landrat Bernd Woide und Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt die Bürgerinnen und Bürger auf, mit grippeähnlichen Symptomen unbedingt zu Hause zu bleiben. Außerdem mahnen die beiden, die Kontaktzettel in Gaststätte und Kneipen vollständig und richtig auszufüllen. „Ob Fieber, Husten, Kurzatmigkeit, Schnupfen, Halsschmerzen sowie Kopf- und Gliederschmerzen – es gilt noch immer, dass Personen bei Symptomen dieser Art zu Hause bleiben und soziale Kontakte vermeiden müssen“, betonen Landrat Bernd Woide und Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt. „Kontaktieren Sie in diesem Fall bitte Ihren Hausarzt und wenn dieser nicht erreichbar ist den Ärztlichen Bereitschaftsdienst, um das weitere Vorgehen abzustimmen.“

Dem Gesundheitsamt liegen derzeit aktuelle Fälle vor, bei denen Personen mit Symptomen dennoch an die Arbeit oder zum Feiern in eine Kneipe (Es ist ein Lokal im Bermudadreieck. Uns ist der Name bekannt.) gegangen sind und dabei andere Personen angesteckt haben. „Die Nachverfolgung von solchen Infektionsketten gerade in Kneipen ist für uns sehr schwierig und teilweise unmöglich. Ein aktueller positiver Fall löste die Ermittlung von mehreren Hundert Kontaktpersonen aus,“ stellte Schmitt fest. Ein besonderes Hindernis: Die Nachverfolgung ist teilweise unmöglich, da die auszufüllenden Kontaktzettel in etwa 30 Prozent der Fälle unbrauchbar sind. Die Kontaktzettel sind nicht nur unleserlich geschrieben, sondern oft sind Namen oder Telefonnummer wohl vorsätzlich falsch ausgefüllt worden. „Ich kann verstehen, dass das Ausfüllen der vielen Zettel anstrengend ist. Für vorsätzlich falsch ausgefüllte Zettel fehlt uns aber jegliches Verständnis. Das konkrete Ausbruchsgeschehen zeigt, dass dadurch das Unterbrechen von Infektionsketten und somit die Bekämpfung des Virus stark behindert wird“, erklärt Gesundheitsdezernent Frederik Schmitt.

Woide und Schmitt rufen deshalb alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die Zettel in den Gaststätten und Kneipen richtig auszufüllen, auch wenn dies mit Aufwand verbunden ist. „Dabei geht es um den Schutz der anderen Personen, aber auch immer um den eignen“, erklären die beiden und fügen hinzu, dass Personen, bei einem falsch oder unleserlich ausgefüllten Kontaktzettel über eine mögliche Infektion nicht informiert werden können. „Wir haben zwei wichtige Botschaften aufgrund der aktuellen Fälle: Bleiben Sie bei Krankheitssymptomen zu Hause und füllen Sie die Zettel in Gaststätten und Kneipen richtig aus“, so Woide und Schmitt abschließend. +++ pm


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3 Kommentare

  1. Euch ist aber schon klar, dass 99,9 Prozent der im LK Fulda lebenden Menschen kein Corona haben?!
    Die Wahrscheinlichkeit sich im Landkreis FD mit Corona anzustecken liegt also bei sage und schreibe 0,01 Prozent.
    Aber es werden sich ja eh 60 bis 70 Prozent der Deutschen mit Sars-CoV-2 infizieren. Irgendwann.

  2. Die Stadt Fulda und allen voran der Herr Dr. Wingenfeld ist hingegen sorglos. Um den Bürgern den Ernst der Lage zu vermitteln, werden stattdessen Kontrollen heruntergefahren. In den letzten Wochen war samstags kein Ordnungshüter mehr auf dem Wochenmarkt zu sehen. Natürich war zu beobachten, dass diverse Masken mehr gefallen sind. Was nützen da die Appelle vom Landrat? Auf Einsicht kann man im Allgemeinen nicht setzen.
    Im Übrigen ist festzustellen, dass Fulda Spitzenreiter im wegsehen ist. Nirgends in Hessen werden so wenige Ordnungsverstöße wegen Corana geahndet, wie in Fulda.

  3. Wer mehr oder weniger regelmäßig abends und an Wochenenden bei trockenem und warmem Wetter durch Fulda Innenstadt, besonders Buttermarkt und "Bermudadreieck" läuft oder mit dem Fahrrad durchfährt, dem wird schnell klar, dass so eine Situation über kurz oder lang zu erwarten war. Da sitzen die Leute dichtgedrängt außen an den Tischen, oft offensichtlich alkoholosiert. Selbst im Freien kann man sich bei einem Infizierten in so einer Situation anstecken, wenn man sich so nahekommt und vielleicht zwischendurch noch aus einem Glas trinkt. Auch das Personal hält sich oft nicht daran, einen Mundschutz zu tragen. Ich weiß, dass viele Leute in den Kneipen und Gaststätten entweder gar keine Angaben machen, dann weiß der Wirt davon, oder falsche, und ich gehe davon aus, dass die Wirte das so manches Mal auch wissen. Denn so richtig angekommen ist das Bewusstsein der Gefährdung in manchen Teilen der Bevölkerung nicht. Auch im ÖPNV der Stadt Fulda wird von vielen kein MNS getragen, Fahrer der Busse weisen nicht darauf hin. Und die Polizei hat in der Presse oft und wiederholt verlautbaren lassen, dass sich weitgehend alle an die Regeln halten... kann man gut sagen, wenn man sich am Wochenende in der Stadt nicht blicken lässt. Die Gastronomie jammert über die Auflagen. Wenn es wirklich heftig wird, werden die Ausfälle noch schlimmer werden. Dafür trägt ein Teil (nicht alle!!) der Gastromenn selbst die Verantwortung. Diese häufige Nachlässigkeit ist angesichts der Gefährdung durch ein lebensbedrohliches, besondes ansteckendes Virus nicht nachvollziehbar. Und wer mit Symptomen in Gaststätten geht und andere mit dem Virus ansteckt gehört m. E. wegen Körperverletzung bestraft.

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