Der traditionsreiche Frankfurter Kulturort Club Voltaire ist gerettet. Die Immobilie im Stadtzentrum, die seit 1962 von dem Club genutzt wird, geht künftig in das Eigentum der Stiftung medico international über. Die Stadt Frankfurt, insbesondere das Kulturdezernat, hat bei der einvernehmlichen Lösungsfindung mitgewirkt, wie die Stadt am Montag mitteilte.
Die Stiftung unterstützt finanziell die Arbeit der Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international und wird keinen Einfluss auf das inhaltliche Programm des Club Voltaire ausüben. Oberbürgermeister Mike Josef begrüßte das Ergebnis: „Als wir erstmals erfuhren, dass der Club Voltaire vor dem Aus steht, waren wir entsetzt.
Kulturdezernentin Ina Hartwig und ich waren uns sofort einig, diese über 60 Jahre alte, traditionsreiche Institution darf nicht untergehen. Heute kann ich Ihnen sagen, der Club Voltaire ist gerettet.“ Kulturdezernentin Ina Hartwig hatte im Vorfeld persönlich mit dem Eigentümer telefoniert und ihn für die Idee eines Verkaufs an medico international erwärmen können.
Lothar Reininger vom Club Voltaire sagte: „Für uns hätte es keine bessere Lösung geben können. Wir können so unsere jahrzehntelange Arbeit zu internationalistischen Themen fortsetzen, zeitgleich fördert medico international über die Mieteinnahmen die Projekte in der Welt, für die viele Initiativen hier bei uns zusammenkommen.“ Anne Jung, Sprecherin der Stiftung medico international, ergänzte: „Angesichts weltweiter autoritärer Verschiebungen, die auch vor Deutschland nicht Halt machen, ist die Existenz solcher Orte wichtiger denn je.“ +++

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