CDU-Wirtschaftsrat bringt Rente mit 70 ins Spiel

Rentner, Rente

Berlin. Der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, fordert 70 Jahre als neue Altersgrenze für die Rente. "Es wäre eine ehrliche Aussage, dass wir das Renteneintrittsalter mit der höheren Lebenserwartung in der Zukunft eher auf 70 Jahre erhöhen müssen", sagte Steiger der "Rheinischen Post". Es sei völlig kontraproduktiv gewesen, mit dem von der Großen Koalition beschlossenen Rentenpaket Hunderttausende Fachkräfte vorzeitig in Rente zu schicken.

"Wir müssen mit der Flexi-Rente einen Anreiz schaffen, freiwillig länger zu arbeiten. Dafür sollen die Arbeitgeberanteile zur Renten- und Arbeitslosenversicherung als Bonus auf das Einkommen der Arbeitnehmer oben drauf ausgezahlt werden", sagte Steiger. Zur schnelleren Integration der Flüchtlinge fordert der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats befristete Ausnahmen vom Mindestlohn. "Wir benötigen Erleichterungen für Betriebe, um möglichst einfach Praktika anzubieten", sagte er.

Man dürfe das Asylrecht auch nicht weiter als Instrument der Zuwanderung missbrauchen lassen und müsse alle materiellen Anreize reduzieren, sagte Steiger, der ansonsten im Extremfall mit gut 6,5 Millionen Menschen zusätzlich rechnet. Bis heute hätten alle Landesregierungen außer Bayern die geforderte Umstellung von Bar- auf Sachleistungen noch nicht vollzogen. Die Grünen nähmen hier eine "nicht mehr nachvollziehbare, blauäugige Veto-Position" ein. +++ fuldainfo

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2 Kommentare

  1. Arbeiten bis 70,
    Aussetzen des Mindestlohns,

    kann es sein, das die CDU mit aller Macht verhindern will,
    wiedergewählt zu werden?

    Wenn ich mir meine Kollegen aus dem gewerblichen Teil,
    also Jene, die wirklich hart körperlich arbeiten müssen,
    anschaue, dann frage ich mich, ob Einige die Rente
    überhaupt erreichen.

    Mit 60 sind dieses Kollegen bereits "verschlissen"
    mit 65 sind sie häufiger krank, als auf der Arbeit,
    und sie sollen bis 70 durchhalten?

    Das macht der Arbeitgeber nicht mit,
    also werden sie die letzten Jahre arbeitslos, statt Rentner.

    Dacht der Körper nicht mit, sie werden zusammenklappen,
    bevor sie die Rente erreichen.

    Die Rente soll eine Belohnung für viele harte Jahre sein,
    eine Phase, in der man genießt, wofür man gearbeitet hat.

    Mit 70 ist es nur noch das Warten auf die Beerdigung.

    Wir sind keine Ameisen, die Arbeiten bis zum Tod,
    nur um der Königin und dem Volk zu dienen.

    Wir sind Menschen, und unsere Regierung,
    und das was sie dem Volk antut, hat es nicht verdient,
    das man für sie stirbt.

    Drückt Herrn Wolfgang Steiger eine Schaufel in die Hand,
    er darf gern bis zu seinem 70. Autobahnen bauen,
    die müssen eh saniert werden.

    Den Mindestlohn zu unterlaufen,
    nur um Fremden die Arbeit zu geben,
    für die ein Deutscher zu teuer ist?

    Herr Wolfgang Steiger darf sich all diese Fachkräfte
    unter den Arm klemmen, mit Ihnen in Ihre Heimat gehen,
    und dann dort Alles wieder aufbauen.

    Hier hat er nichts mehr zu suchen,
    die Zeiten, als "Arbeit macht frei"
    noch ein gängiger Spruch waren, sind lange vorbei,
    ebenso wie seine Ideen.

  2. Im Grunde geht es den Arbeitgeber-Lobbyisten darum, ihre Gewinnmarge zu halten und nicht die Hälfte von steigenden Beiträgen zur Rentenversicherung zu zahlen, die aber notwendig sind, um die demografische Entwicklung zu bewältigen. Es ist ein Trauerspiel, wie hier die Grundsätze der sozialen Marktwirtschaft verlassen werden.

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