CDU und SPD vielerorts vorne – Freie Wähler stark in Poppenhausen

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**Erste Trends am Wahlabend: CDU vielerorts vorne – Freie Wähler stark in Poppenhausen**

Am Wahlabend richtet sich der Blick vieler Bürgerinnen und Bürger gespannt auf die ersten Hinweise zum Ausgang der Kommunalwahl in Hessen. Wenn die Wahllokale geschlossen sind, kommt Bewegung in die Zahlen. Diese erste Einschätzung liefert einen frühen Eindruck davon, wie die Wahl ausgegangen sein könnte – doch sie beruht nur auf einem Teil der abgegebenen Stimmen. Denn berücksichtigt werden ausschließlich jene Stimmzettel, auf denen weder kumuliert noch panaschiert wurde.

Vielerorts zeigt sich dabei bereits eine erste Tendenz: Die CDU liegt nach den ersten Auswertungen vorne. Doch auch diese frühen Trends sind mit Vorsicht zu betrachten, denn sie spiegeln noch nicht alle abgegebenen Stimmen wider.

Ein besonderes Bild zeigt sich in Poppenhausen (Wasserkuppe). Dort liegen nach dem Trendergebnis die Freien Wähler mit 48,2 Prozent deutlich vor der CDU, die auf 40,7 Prozent kommt. Auch die CWE trat an und erhielt 11,1 Prozent der Stimmen.

Auch in den großen Städten Hessens zeichnen sich erste politische Verschiebungen ab. Nach der Kommunalwahl drohen die Grünen ihre Vorrangstellung in der größten Stadt des Landes, Frankfurt am Main, zu verlieren. Nach Auszählung von über 70 Prozent der Stimmbezirke liegt dort die CDU mit rund 26 Prozent klar vorne, während die Grünen auf etwa 21 Prozent kommen. Damit hätten die Parteien ihre Positionen im Vergleich zur letzten Wahl vor fünf Jahren wieder getauscht.

Dahinter folgt auf ähnlichem Niveau wie vor fünf Jahren die SPD mit rund 16 bis 17 Prozent. Deutlich zulegen kann dagegen die AfD, die ihr Ergebnis laut Zwischenstand auf etwa 10 Prozent verdoppelt. Die Linke liegt bei rund 9 Prozent und damit etwa einen Prozentpunkt höher als vor fünf Jahren. Die FDP verliert in Frankfurt am Main deutlich und fällt von 7,6 Prozent im Jahr 2021 auf nun knapp fünf Prozent. Eine Fünf-Prozent-Hürde wie bei Bundes- oder Landtagswahlen gibt es bei den Kommunalwahlen in Hessen allerdings nicht.

Ein etwas anderes Bild zeigt sich in der zweitgrößten Stadt Hessens, in Wiesbaden. Auch hier liegt die CDU nach Auszählung fast aller Stimmbezirke mit etwa 26 bis 27 Prozent vorne. Dahinter folgen SPD mit rund 22 Prozent, die Grünen mit etwa 15 Prozent und die AfD mit rund 13 Prozent. Die Linke kommt auf etwa 7 Prozent, die FDP auf rund 5 Prozent.

In Kassel könnten die Grünen ihre vor fünf Jahren errungene Spitzenposition dagegen möglicherweise verteidigen – wenn auch nur äußerst knapp. Nach Auszählung von 95 Prozent der Stimmbezirke liegen sie mit 22,4 Prozent knapp vor der CDU, die auf 21,8 Prozent kommt. Relativ dicht dahinter folgt die SPD mit 19,7 Prozent. Die Linke erreicht bei diesem Auszählungsstand 14,5 Prozent, die AfD 12,1 Prozent und die FDP 3,1 Prozent.

Bei dem Bürgermeisterwahlen sorgt der Wahlabend ebenfalls für Spannung. In Lauterbach (Vogelsberg) verfehlt Holger Marx (CDU) nur hauchdünn den Sieg im ersten Wahlgang. Mit 49,94 Prozent verpasst er die absolute Mehrheit denkbar knapp. Deshalb kommt es am 29. März zur Stichwahl. Dort wird Marx erneut gegen Daniel Schmidt antreten, den gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten von SPD und Grünen. Schmidt erreichte im ersten Wahlgang 34,03 Prozent der Stimmen.

Albert Krumm (parteilos), Katharina Jacob (Die Linke) und Domenico Garruba (parteilos) schieden aus dem Rennen aus.

Doch diese Werte sind noch lange nicht das endgültige Bild der Wahl. Erst wenige Tage nach der Kommunalwahl legt das Statistische Landesamt die vorläufigen Ergebnisse vor. Dann wird auch erstmals berechnet, wie sich die Sitze in den jeweiligen kommunalen Parlamenten nach dem vorläufigen Stand verteilen könnten.

Bis das offizielle Endergebnis feststeht, heißt es allerdings weiter warten. In der Regel dauert es etwa zwei bis drei Wochen nach der Kommunalwahl, bis die endgültigen Resultate feststehen. Bis dahin wird weiter gezählt, geprüft und gerechnet – bevor schließlich endgültig klar ist, wer künftig in den Rathäusern und Gemeindeparlamenten das Sagen hat. +++


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