CDU gegen bayerische Extrawünsche beim Ausbau der Stromtrassen

Berlin. In der Debatte über den Verlauf von Stromtrassen formiert sich nun auch in der CDU Widerstand gegen Extrawünsche aus Bayern. “Die Energiewende kann keinen Erfolg haben, wenn 16 Bundesländer meinen, autarke Energiekonzepte umsetzen zu können”, schreibt der Chef der CDU in Schleswig-Holstein, Ingbert Liebing, an Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, wie der “Spiegel” berichtet.

Die CSU blockiert seit Monaten Entscheidungen über den Ausbau von Stromtrassen nach Bayern. CSU-Chef Horst Seehofer will zunächst in Gesprächen mit Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) Subventionen für Gaskraftwerke durchsetzen. Dagegen wehren sich nun führende CDU-Politiker. “Schon jetzt zahlen Stromkunden im Jahr über 20 Milliarden Euro für die Erneuerbaren Energien”, sagte Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU).

“Da können wir nicht unbegrenzt draufsatteln. Daher bin ich sehr zurückhaltend, was neue Subventionen für Gaskraftwerke angeht.” Kauder forderte zudem den Ausbau der Stromtrassen in den Süden. “Die Energie aus Wind lässt sich nun einmal besonders gut im Norden erzeugen. Dieser Strom muss in den Süden kommen.” +++ fuldainfo

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1 Kommentar

  1. Ich persönlich finde es sehr bedauerlich, dass keiner in Berlin oder Norddeutschland auch nur erwähnt, dass diese überdimensionerten Stromautobahnen mitnichten nur “sauberen und grünen” Windstrom transportieren werden in 10 Jahren, sondern definitv zu über 2/3 wird es “schmutziger” Braunkohlestrom aus Ostdeutschland und Kernenergie aus russischen Atomstrommeilern sein! Eine nachhaltige Energiewende kann jedoch nur dezentral gewonnen werden, außer man möchte weiterhin die Lobby der vier deutschen Stromoligarchen bedienen!

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