Bundesweite Kampagne „Vorfahrt für Vorbilder“ gestartet – Gespräch in Fahrschule Krebs

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Fulda. Verkehrsunfälle sind nach wie vor die häufigste Todesursache für junge Erwachsene. Viele Eltern verhalten sich gegenüber ihren Kindern im Straßenverkehr nicht immer vorbildlich- das ergab jetzt eine Goodyear-Studie. Heute wurde in der Geschäftsstelle der Fahrschule Krebs, im Rahmen einer regionalen Diskussionsveranstaltung bezugnehmend zur bundesweiten Kampagne „Vorfahrt für Vorbilder“, mit Experten und Fahranfängern über das Thema: „Korrektes Verhalten im Straßenverkehr“ debattiert.

Michael Krebs, Gerhard Brink, Horst Ziegler, Brigitte Gefri und Peter Smodej. (v.r.)
Michael Krebs, Gerhard Brink, Horst Ziegler, Brigitte Gefri und Peter Smodej. (v.r.)

Mit der kürzlich gestarteten bundesweiten Kampagne „Vorfahrt für Vorbilder“, will Goodyear – unterstützt vom Automobilclub von Deutschland (AvD), dem TÜV Hessen, der TÜV | DEKRA arge tp 21 und dem Bundesverband Deutscher Fahrschulunternehmen e.V. (BDFU), mehr Aufmerksamkeit für das Thema: „Verkehrssicherheit von Fahranfängern“ schaffen. Die Kampagne zielt darauf ab, dass sich gerade auch Eltern ihrer Vorbildfunktion gegenüber ihren Kindern bewusst werden, um somit zu einem besseren Verhalten im Straßenverkehr ihrer Kinder beizutragen.
Fahranfänger haben immer noch das höchste Unfallrisiko im Straßenverkehr. Im Jahr 2013 zählten rund 18 Prozent aller Verletzten und rund 15 Prozent aller Getöteten zur Altersgruppe der 18- bis 24- Jährigen und das obwohl ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung nur rund 8 Prozent beträgt.

„Ziel unserer Kampagne ist es, für ein vorbildliches Verhalten im Straßenverkehr wieder ein Bewusstsein zu schaffen“, so Brigitte Gefri, Manager Human Resources Manufacturing bei Goodyear Dunlop. „In diesem Kontext möchten wir mit den Eltern in die Diskussion gehen und möchten auch an dieser Stelle Fahranfänger dazu aufrufen, ihre Eltern, bei Fehlverhalten im Straßenverkehr auf dieses hinzuweißen.“

„Der Mensch ist Hauptursache für Verkehrsunfälle!“ Horst Ziegler, Bereichsleiter Life Service beim TÜV Hessen, ist Verkehrspsychologe. In seiner Funktion als Psychologe referierte Ziegler in der heutigen Diskussionsrunde über Identifikationsfiguration und Rollenübernahme. Identifikationsübernahme finde oftmals unterbewusst statt, deshalb liege es an den Eltern im Beisein ihren Kinder auf vorbildliches Verhalten im Straßenverkehr zu achten. „Eltern haben große Verantwortung aber auch eine ganz wichtige Vorbildfunktion gegenüber ihren Kinder“, so Horst Ziegler.

Junge Fahranfänger
Junge Fahranfänger

Gerhard Brink, Vorsitzender der Kreisverkehrswacht Fulda und Besitzer der Landesverkehrswacht Hessen, ist sich sicher, dass Kinder schon im Kleinkindalter bewusst wahrnehmen. So auch Verhalten im Straßenverkehr. „Kinder, die eingeschult werden, sind genauso aktive Verkehrsteilnehmer, wie PKW- Fahrer“, so Brink. „Demnach wäre es sinnvoll auch unser eigen Verhalten auf den Straßen zu hinterfragen; Verkehrssicherheit beginnt zuerst im Kopf und dann erst auf dem Pedal. Wenn wir es hinbekommen, unser Gehirn beim Autofahren nicht auszuschalten, dann haben wir schon mal viel erreicht“, so der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht. Genauso müssen wir in heutiger Gesellschaft einfach ein Kalkül für Fehlverhalten entwickeln, um Verkehrsunfällen vorzubeugen. „Alkohol und nächtelanges Durchfeiern und Autofahren passen einfach nicht zusammen“, so der Besitzer der Landesverkehrswacht Hessen abschließend.

Inhaber der Fahrschule Krebs Michael Krebs erörterte, dass es für die ältere Generation schwierig sei, ihr Fahrverhalten den Neuerungen und Änderungen straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften anzugleichen. In diesem Sinne würden sich insbesondere gerade ältere Verkehrsteilnehmer immer weniger an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. „Auch sehe ich ein Problem darin, dass wir auf unseren Straßen unterschiedliche Fahrertypen haben. Man denke nur einmal an die Verkehrsteilnehmer, die Schichtarbeit leisten und in frühen Morgenstunden, logischerweise etwas übermüdet, am Verkehrsgeschehen teilnehmen. Da sind Diejenigen aufgefordert, die ausgeschlafen ihre Schicht beginnen, auf Jene besonders Rücksicht zu nehmen, die übermüdet ihren Nachhauseweg ansteuern. Ein Phänomen was wir nicht ändern können. Was wir aber tun können, ist, uns einmal selbst den Spiegel vorzuhalten und zu hinterfragen: Ist mein Verhalten im Straßenverkehr überhaupt vorbildlich?“  +++ fuldainfo | jessica auth


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