Bundestagspräsident gegen Abzug von US-Atomwaffen aus Deutschland

Es wäre der falsche Weg

Wolfgang Schäuble (CDU)
Wolfgang Schäuble (CDU)

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat der Forderung von SPD-Fraktionchef Rolf Mützenich nach einem Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland scharf widersprochen. „Es wäre der falsche Weg, wenn Deutschland jetzt die nukleare Teilhabe beenden würde“, sagte Schäuble dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Damit würden wir uns aus der Verantwortung ziehen und sie den Amerikanern zuschieben.“ Er sei für Abrüstung und kontrollierte Entspannung, so Schäuble. „Aber solange es Nuklearwaffen gibt, ist der Menschheit noch nichts Besseres eingefallen als Abschreckung. Abschreckung hat den Vorzug, dass es keinen Krieg gibt und davon haben wir lange profitiert.“ Ausdrücklich verwies Schäuble darauf, dass sich Außenminister Heiko Maas, Mützenichs Parteifreund, ebenfalls für eine Fortsetzung der nuklearen Teilhabe ausgesprochen habe. Ein Rückzug Deutschlands aus der Verantwortung wäre „nicht hilfreich und ich bin froh, dass der Außenminister das auch so gesagt hat“, sagte Schäuble. +++

Coronadaten

Der durch das RKI ausgewiesene Hospitalisierungsinzidenz-Tageswert für Hessen liegt aktuell bei 5,58 pro 100.000 Einwohner (29.06.2022). Eine Woche zuvor betrug der Wert 3,81 pro 100.000.
Letzte Aktualisierung: 30.06.2022, 06:22 Uhr
 Inzidenz7-Tage-Fallzahl
Fulda
965,4 ↑2153
Vogelsberg1018,0 ↓1074
Hersfeld
579,4 ↓697
Main-Kinzig823,4 ↓3472

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