Bund will schnellere Abschiebungen

Bundestag,

Berlin. Die Bundesregierung hat ein Maßnahmen-Paket zur Beschleunigung der Asylverfahren und für schnellere Abschiebungen von abgelehnten Asylbewerbern beschlossen. Das berichtet „Bild“ unter Berufung auf Regierungskreise. Wie die Zeitung aus Länderkreisen erfuhr, plant der Bund unter anderem intensive Verhandlungen mit den Herkunftsstaaten über Rückführungen von abgelehnten Asylbewerbern. Für Abschiebungen sollen neben Linien-Flügen künftig auch Transall-Maschinen und Piloten der Bundeswehr eingesetzt werden.

Abschiebungen sollen künftig zudem nicht mehr angekündigt werden, damit Asylbewerber keine Gelegenheit haben, sich zu verstecken, um nicht ausgewiesen zu werden. Um die hohe Zahl an geduldeten Flüchtlingen zu reduzieren, will der Bund zusätzlich auch die Duldungskriterien überprüfen. Auch über Möglichkeiten, rechtliche Einsprüche gegen geplante Abschiebungen stark einzuschränken, werde offen nachgedacht, berichtet das Blatt. Zu den geplanten Maßnahmen zählen auch die Einrichtung von Transitzonen und eine Aussetzung des Winter-Abschiebe-Stopps in den Bundesländern. Die geplanten Maßnahmen sind eine Reaktion auf die geringen Abschiebezahlen abgelehnter Asylbewerber in Deutschland. Nach Informationen der Zeitung sind mit Stand vom 30. September 2015 im „Ausländerzentralregister“ 193.500 als „vollziehbar ausreisepflichtig“ eingestufte Flüchtlinge gemeldet.

Ende 2014 lag diese Zahl bei 154.191 Personen. Bei dieser Gruppe sind die Asylverfahren abgeschlossen und ein Asylgrund liegt nicht vor. Vollziehbar ausreisepflichtige Personen dürfen aber nur abgeschoben werden, wenn sie nicht im Besitz einer Duldung sind. Bis Ende August 2015 hatten die Länder nach Informationen der Zeitung 11.522 bereits abgelehnte Asylbewerber auch tatsächlich abgeschoben. Ende 2014 lag diese Zahl bei 10.884 Personen. Zusätzlich sind bis Ende August rund 21.000 Flüchtlinge freiwillig ausgereist und entgingen so der Abschiebung. Ende 2014 lag diese Zahl bei rund 13.000 Personen. Im Eilverfahren wollen der Bund und die Länder laut des Berichts jetzt die Zahl der Abschiebungen in den nächsten Wochen erhöhen. In einer Telefon-Schaltkonferenz informierte das Kanzleramt am Dienstagnachmittag die Chefs der Staatskanzleien der Länder über die Pläne. +++ fuldainfo

[sam id=“15″ codes=“true“]

Popup-Fenster

1 Kommentar

  1. Könnte mir bitte jemand erklären,
    warum über 190.000 (andere Quellen sprechen von 250.000) abgelehnte Bewerber
    noch in unserem Land sind?

    Wir stehen am Rand unserer Leistungsfähigkeit,
    kommen mit der Bearbeitung nicht nach,
    und wissen nicht wo wir die Flüchtlinge
    noch unterbringen sollen.

    Wären die Abschiebungen in der Vergangenheit konsequent durchgeführt worden,
    wäre diese Krise in diesm Ausmaß nicht entstanden, den Viele hätten sich dann
    gar nicht erst auf den Weg gemacht, und es wäre ausreichend Platz vorhanden.

    Das würde den extremistischen Gruppierungen auch den Zulauf nehmen.

    Vielleicht könnten auch die Duldungsgründe einmal näher erklärt werden,
    bzw. Abschiebungshinderungsgründe.

    Wenn ein Flüchtling keinen Anspruch auf Schutz und Hilfe hat,
    warum belegt er dann trotzdem Platz, der für echte Flüchtlinge gebraucht wird,
    und verursacht Kosten, obwohl auch das Geld dringend für echte Flüchtlinge
    gebraucht wird?

    Eine klare Aussage dazu würde ebenfalls zu mehr Tolleranz und Verständniss führen.
    Schließlich ist es das Geld der Steuerzahler, das hier verbraucht wird,
    und das an anderer Stelle, für die eigene Bevölkerung benötigt wird.

    Es werden bereits deutsche Staatsbürger aus ihren Wohnungen
    entfernt, und Eigentum wird zwangsenteignet,
    aber Menschen, die keine Berechtigung haben
    Asyl zu fordern, die definitiv abelehnt sind,
    und somit in ihre Heimat zurück müssen,
    sind immer noch hier.
    (und beziehen auch weiterhin Leistungen)
    Warum werden Leistungen bei abgelehnten Bewerbern nicht eingestellt?
    Wenn ich ein anderes Land besuche, werde ich dort auch nicht versorgt,
    geschweige denn, das ich dort Taschengeld erhalte.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*