Berlin. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach (CDU) hat die Kritik der SPD an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wegen dessen Lawinen-Vergleichs in der Flüchtlingskrise zurückgewiesen. "Die ganze Aufregung über das Zitat ist wirklich unnötig", sagte Bosbach am Donnerstag dem "Handelsblatt".
"Wolfgang Schäuble hat nicht Flüchtlinge mit einer Naturkatastrophe verglichen, sondern darauf hingewiesen, dass sich der gezielte Zuzug nach Deutschland in den letzten Monaten deutlich verstärkt hat, weil die Flüchtlinge dort hingehen, wo die meisten ihrer Landsleute, Familienangehörigen oder Freunde schon sind." Und je mehr Flüchtlinge kämen, desto mehr würden den Wunsch haben, ebenfalls den Weg nach Deutschland zu wählen", sagte Bosbach weiter. "Er hat also lediglich auf einen sich selbst verstärkenden Effekt hinweisen wollen."
Konservativer Unions-Flügel verteidigt Schäuble
Der konservative Flügel der Union hat Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) gegen Kritik aus der SPD an dessen Lawinen-Vergleich in der Flüchtlingskrise verteidigt: "Die SPD sollte sich mit schnellen Vorwürfen etwas zurückhalten. Bisher hab ich noch keinen einzigen hilfreichen Vorschlag von SPD-Seite gehört", sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß vom konservativen Berliner Kreis der Union dem "Handelsblatt". "Wolfgang Schäuble beschreibt zurecht die ernsthafte Lage und den dringenden Handlungsbedarf."
Unions-Fraktionsvize hält Schäubles Lawinen-Vergleich für treffend
Der Vize-Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Michael Kretschmer, hält den Lawinen-Vergleich von Bundesfinanzminister Schäuble (beide CDU) in der Flüchtlingskrise für treffend. "Wolfgang Schäuble hat die Stimmung in der Bevölkerung getroffen", sagte Kretschmer dem "Handelsblatt". Die Kritik aus der SPD an Schäuble wies Kretschmer, der auch Generalsekretär der sächsischen CDU ist, scharf zurück. "Die SPD entzieht sich ständig, wenn es um konkrete Schritte zur Eindämmung des Zustroms geht", sagte er. Neben der SPD übte auch die Opposition Kritik am Vergleich des Finanzministers: "Ich halte das für katastrophal", sagte Linken-Chef Bernd Riexinger der "Mitteldeutschen Zeitung" (Freitagausgabe). Schäuble laufe Gefahr, "die rechten Kräfte zu bestärken. Ich weiß nicht, warum sich Schäuble dazu hinreißen lässt. Ich halte das für politisch außerordentlich gefährlich."
Riexinger: Schäubles Lawinen-Vergleich ist "katastrophal"
Linken-Chef Bernd Riexinger hat gewählten Vergleich der Flüchtlingsströme mit einer Lawine kritisiert: "Ich halte das für katastrophal", sagte Riexinger der "Mitteldeutschen Zeitung". "Er läuft Gefahr, die rechten Kräfte zu bestärken. Ich weiß nicht, warum sich Schäuble dazu hinreißen lässt. Ich halte das für politisch außerordentlich gefährlich." Schäuble hatte den anhaltenden Flüchtlingsstrom nach Deutschland mit einer Lawine verglichen: "Lawinen kann man auslösen, wenn irgendein etwas unvorsichtiger Skifahrer an den Hang geht und ein bisschen Schnee bewegt", sagte Schäuble am Mittwochabend bei einer Veranstaltung des Centrums für Europäische Politik (CEP) in Berlin. Laut Beobachtern könne diese Aussage als indirekte Kritik am Kurs von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefasst werden. +++ fuldainfo
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"Es werden auch Menschen kommen, die nicht unmittelbar verwertbar sind." Das sagt Frau Roth! Überhaupt keine Reaktion wegen diese Äußerung! Alles Schleimscheißerei!! Macht weiter so. Das Pack sind Viele lieber Engel Gabriel!
Im Heimatland Schäubles beginnt bald der Wahlkampf. Das erklärt Vieles.
Eine Lawine ist es deshalb, weil sie unkontrolliert über das Land hereinbricht und wir nicht einmal wissen, wie viel Schnee auf uns niedergegangen ist. Und noch weniger wissen wir, wie viel noch kommen wird. Insofern ist die Lawine in vollem Gang und sie wurde ausgelöst durch leichtsinnige Skifahrerinnen und -fahrer in Berlin und in Wien. Das alles hat mit Xenophobie gar nichts zu tun, sondern es beschreibt den Zustand einer Kapitulation nach einem im wesentlichen selbst verursachten Problem. Es geht nicht darum, dass niemand kommen soll, aber wir wollen wissen, wer bei uns ist, warum, was ihn antreibt und wir dürfen auch beurteilen, ob er mit dem, was er mitbringt auch einen Mehrwert für UNSER Gemeinwesen darstellt bzw. wie man es wohl hinkriegt, dass er einen Mehrwert in UNSEREM Gemeinwesen entwickeln kann. So bleibt es aber dabei, dass Schäuble recht hat und wir uns zumindest gegen die Lawine im Moment kaum wehren können, aber eben noch immer in manchen Köpfen wohl auch nicht wollen. Ausgelöst durch leichtsinnige Skifahrer. Treffender hätte er es nicht ins Bild setzen können.